Glasarchitektur

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“Wir stehen nicht am Ende einer Kulturperiode – sondern am Anfange einer solchen.” Mit diesem Satz fasste Paul Scheerbart 1914 sein Manifest zur Glasarchitektur zusammen. Das Buch ist dem Architekten Bruno Taut gewidmet, dessen Glaspavillon auf der Werkbund-Ausstellung im selben Jahr für Furore sorgte. Der Fantastiker Scheerbart – der u.a. seine Briefe gerne mit Formulierungen wie “… mit 999999 Trillionen !!!Sonnengrüssen!!!” beendete – postulierte im Jahr als der 1. Weltkrieg begann, dass man das Zeitalter der  Belle Époque endgültig hinter sich lassen sollte. Mehr …

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Artikelnummer: 978-3-946836-48-3 Kategorie:

Beschreibung

Wir stehen nicht am Ende einer Kulturperiode – sondern am Anfange einer solchen.

Mit diesem Satz fasste Paul Scheerbart 1914 sein Manifest zur Glasarchitektur zusammen. Das Buch ist dem Architekten Bruno Taut gewidmet, dessen Glaspavillon auf der Werkbund-Ausstellung im selben Jahr für Furore sorgte. Der Fantastiker Scheerbart – der u.a. seine Briefe gerne mit Formulierungen wie “… mit 999999 Trillionen !!!Sonnengrüssen!!!” beendete – postulierte im Jahr als der 1. Weltkrieg begann, dass man das Zeitalter der  Belle Époque endgültig hinter sich lassen sollte.

Mit dem Blick nach vorn gewandt, skizzierte er in 111 Thesen eine durch Technologie gewandelte Gesellschaft. Glas (und Stahl) ermöglichen in dieser Kultur  neue Bauweisen, lösen den faulenden Backstein ab, und schaffen gesellschaftliche Transparenz. Aber es ist nicht das Glas allein, das diese Veränderungen ermöglicht. Vielmehr fasst der Begriff Glasarchitektur auch andere industrielle Umwälzungen wie das sich rasant entwickelnde Verkehrswesen (Bahn, Luftfahrt) und die steigende Verfügbarkeit von Energie zusammen.

Gerade die Energie, das Licht, ist für Scheerbart ein wichtiger Faktor in der Ablösung des dunklen Zeitalters:

Haben wir erst mehr elektrisches Licht, so ergibt sich vieles ganz von selbst.

Um zu illustrieren, wie man in  einer solchen Gesellschaft leben könnte, brachte der Autor auch gleich noch einen Roman dazu heraus. In Das graue Tuch und 10 Prozent Weiß. Ein Damenroman werden auf amüsante Weise Lebensweisen und Ansichten entwickelt, die man erst im Optimismus der Glas-Eisen-Jet-Set-Moderne der  1950er Jahre wieder finden konnte.