Das graue Tuch und zehn Prozent Weiß. Ein Damenroman

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Der Architekt Krug beschließt plötzlich Clara zu heiraten – ihr graues Kostüm mit weißen Spitzen passt so gut zu seiner ultramodernen Glasarchitektur. Aber reicht das?

Der Architekt und Luftschiffer Krug ist ein glühender Verfechter der Glasarchitektur, und duldet keine Farbkonflikte mit seinen Werken – besonders keine modischen! Deswegen hat er Probleme mit der auf ihrem Kleidungsstil bestehenden Bildhauerin Amanda Schmidt. Rettung naht aber in Gestalt ihrer Freundin, der Musikerin Clara Weber, und deren grauen Kleid, mit 10 % weißen Spitzen. Diese farbliche Zurückhaltung erscheint Krug die passende Haltung gegenüber seiner Kunst, und so wird augenblicklich geheiratet.

Im Telegrammstil reist man per Luftschiff um die Welt …

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Artikelnummer: 978-3-946836-47-6 Kategorie:

Beschreibung

Der Architekt Krug beschließt plötzlich Clara zu heiraten – ihr graues Kostüm mit weißen Spitzen passt so gut zu seiner ultramodernen Glasarchitektur. Aber reicht das?

Der Architekt und Luftschiffer Krug ist ein glühender Verfechter der Glasarchitektur, und duldet keine Farbkonflikte mit seinen Werken – besonders keine modischen! Deswegen hat er Probleme mit der auf ihrem Kleidungsstil bestehenden Bildhauerin Amanda Schmidt. Rettung naht aber in Gestalt ihrer Freundin, der Musikerin Clara Weber, und deren grauen Kleid, mit 10 % weißen Spitzen. Diese farbliche Zurückhaltung erscheint Krug die passende Haltung gegenüber seiner Kunst, und so wird augenblicklich geheiratet.

Im Gegensatz zu ihrer weltgewandten Freundin Amanda ist Clara eher häuslich orientiert,  ihr Ehemann nimmt sie aber sofort nach der Hochzeit mit zu seinen Bauprojekten. Im eigenen Luftschiff fliegt das Paar komfortabel zu den Krugschen Bauprojekten, die über die ganze Welt verstreut sind. Immer wieder muss der Architekt die Vorteile der Glasarchitektur propagieren – und Clara farblich abgestimmte Zurückhaltung üben.

Paul Scheerbart siedelte diese utopische Erzählung von 1914 in der nahen Zukunft an: in der Mitte des 20. Jahrhunderts, wie es im Text heißt. Dieser Roman im Telegrammstil geht auf zwei Themen ein, die für Scheerbart wegweisend für die Zukunft waren. Einmal die zunehmende Bedeutung der Luftfahrt und zum anderen eine neue Architektur, für den Autor verkörpert in der Glasarchitektur. Dass beide Faktoren tatsächlich ab den 1950er Jahren eine tief greifende Wirkung auf den Lebensstil vieler Menschen ausübten, konnte der schon 1915 verstorbene Scheerbart leider nicht mehr erleben.

Aber er glaubte fest daran. So fest, dass er im selben Jahr noch den Band Glasarchitektur erscheinen ließ, der dem Architekten Bruno Taut gewidmet war und die Charakteristika der neuen Architekturströmung zu definieren versuchte.

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