Berlin ohne Juden

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Ein bolschewistischer Agent tut sich mit nationalistisch-völkischen Gruppen zusammen um ihnen zu helfen, die Macht in der Weimarer Republik zu übernehmen. Er rechnet damit, dass auf diesem Wege das Endziel seiner Auftraggeber, der Sieg des Proletariats, schneller erreicht werden kann. Und so scheut Boris Pinski vor keiner Maßnahme zurück.

Nach geglücktem Wahlkampf will die neue Regierung schleunigst alle Juden loswerden, sie aus Deutschland ausweisen.  Mehr …

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Beschreibung

Ein bolschewistischer Agent tut sich mit nationalistisch-völkischen Gruppen zusammen um ihnen zu helfen, die Macht in der Weimarer Republik zu übernehmen. Er rechnet damit, dass auf diesem Wege das Endziel seiner Auftraggeber, den Sieg des Proletariats, schneller erreicht werden kann. Und so scheut Boris Pinski vor keiner Maßnahme zurück.

Nach geglücktem Wahlkampf will die neue Regierung schleunigst alle Juden loswerden, sie aus Deutschland ausweisen. Man ist sich kapitalkräftiger, ausländischer Unterstützung bei dieser Maßnahme sicher. Das Vorhaben stellt sich als schwieriger heraus als gedacht. Aber mit Pinskis Hilfe wird auch dieser Kraftakt geschafft. Die ehemals jüdische Bevölkerung Deutschlands verteilt sich über die ganze Welt. Steht Berlin danach besser da?

Landsbergers Utopie ist als eine Reaktion auf Hugo Bettauers Die Stadt ohne Juden von 1922 zu lesen. Er selbst hielt von diesem Buch nicht viel („… Reihe harmloser Feuilletons, zusammenhanglos aneinandergereiht …“), aber es regte ihn an, sich mit den grundlegenden Fragen nach der Möglichkeit einer Trennung und der Lage danach zu beschäftigen. Als einer der erfolgreicheren Unterhaltungsschriftsteller der Weimarer Republik ging er damit 1925 das Wagnis ein, seine bisherigen Leser vor den Kopf zu stoßen.

Die Grundlage der Handlung ist die gleiche wie bei Bettauer, nur scheut sich Landsberger nicht, die politischen Akteure seiner Gegenwart zu benennen und in seine Geschichte einzuordnen. Da kommt dann natürlich auch ein gewisser Hitler vor, am Rande:

Geistige Größe erfordert es nicht. Geist wirkt am Ende nur störend. Und ein Hitler wirkt stärker auf die Massen als ein Ludwig Thoma. Nicht als Geschichtemacher. Wohl aber als Aufrührer und Richtungweisender.