Neuer Titel: Krieg ums Öl in „König Laurins Mantel“

Unsere Reihe der Zukunftsromane von Hans Dominik wurde soeben um einen weiteren Titel erweitert: König Laurins Mantel. In diesem erstmals 1928 veröffentlichten Buch thematisiert Dominik den Kampf ums Öl, ein Thema, das ja bis heute Bestand hat. In seinem Szenario fechten die USA und Mexiko einen Krieg um Öllagerstätten im mexikanischen Grenzgebiet aus. Da die Kämpfe keine Entscheidung bringen, versuchen die Vereinigten Staaten Mexiko in den Friedensverhandlungen zu übervorteilen. Eine Gruppe mexikanischer Kriegshelden will dies verhindern.

Hans Dominik: König Laurins Mantel
Hans Dominik: König Laurins Mantel

Die Mitglieder der Gruppe werden zu Widerstandskämpfern, da die eigene Regierung sie an die Amerikaner ausliefern will, um diese zu besänftigen.  Der mexikanische Kriegsheld Robert Wildrake verbündet sich mit dem deutschen Luftschiffer Medardus Droste, um den Kampf gegen die amerikanischen Ölinteressen aufzunehmen. Droste hatte die Mexikaner in britischen Diensten mit Nachschub versorgt, und konstruiert nun neue Vehikel für die asymmetrische Kriegsführung.

Unterstützt werden die beiden durch eine Erfindung aus Drostes Heimat, eine verbesserte Energiequelle, die ihnen einen Vorteil gegenüber den amerikanischen Streitkräften bietet. Aber es scheint sich noch jemand auf ihre Seite geschlagen zu haben, denn in wichtigen Momenten geschehen Dinge, für die anscheinend niemand verantwortlich ist! Ein unsichtbarer Helfer?

Den könnte man gut gebrauchen, denn die Frontstellung ist nicht so klar wie sie scheint. Die Liebe schafft Beziehungen über die Grenzen hinweg. Auch bisher ungeklärte familiäre Beziehungen werden plötzlich wichtig. Selbst den erklärten Propagandisten der Öl-Industrie, den amerikanischen Millionär William Hogan, scheint ein tragisches Schicksal mit den anderen Akteuren zu verbinden.

Ein kleines historisches Schmankerl: in Nachkriegsfassungen wurde die Handlung des Romans von den Herausgebern, wohl aus politischer Rücksichtnahme, nach Süden verschoben. So bekämpften sich in diesen Fassungen Brasilien und Venezuela. Unsere Fassung aber entspricht der Erstausgabe von 1928, unzensiert.