Neuer Titel: Ein Stern fiel vom Himmel

Ein Stern fiel vom Himmel ist der zweite Teil der Professor Eggerth-Trilogie, der ab heute verfügbar ist. Mit der Figur des Professor Eggerth als genialem Flugzeugbauer setzte Hans Dominik einem berühmten Zeitgenossen, dem Flugzeugkonstrukteur Hugo Junkers (JU52),  ein Denkmal.Auch in diesem Band spielen die berühmten Stratosphären-Flugzeuge des Professors wieder eine herausragende Rolle.

Im ersten Teil, dem Wettflug der Nationen, ging es primär um diese Stratosphärenflieger, die ihre Qualitäten im Wettkampf mit den Flugzeugen anderer Nationen unter Beweis stellen mussten. Natürlich ging es einigen dabei nicht nur um den sportlichen Wettkampf unter Fliegern, so dass auch mancherlei Spionage- und Sabotageversuche abgewehrt mussten.

Die Geschichte des zweiten Teils beginnt mit der Beobachtung eines Meteoreinschlags während eines Versorgungsfluges zur deutschen Forschungsstation in der Antarktis. Zunächst wird diese Beobachtung nur als wissenschaftliches Kuriosum betrachtet, bald beginnt aber das Nachdenken darüber, ob der Meteor nicht wirtschaftlich nutzbare Ressourcen mit in die Antarktis brachte?

Den Hintegrund für dieses Interesse bietet eine wirtschaftlich angespannten Lage in der Heimat, die der Situation der Weimarer Republik nach dem ersten Weltkrieg sehr ähnelt. Deutschland hat keine Kolonien und kein Geld mehr. Da wären neue Ressourcen hochwillkommen.

So beginnt Professor Eggerth nachzuforschen, ob der Meteor lukrative Metalle mitbracht. Außerdem ist die Frage des Abbaus in der Antarktis zu klären, und nicht zuletzt die des Abtransports. Außerdem zeigt sich bald, dass nicht nur Eggerths Leute den Einschlag registrierten. Auch andere beginnen nachzuforschen, was da passiert ist, und ob es sich zu Geld machen ließe.

Neben dem historischen Hintergrund verarbeitete Hans Dominik, der sich als Elektro-Ingenieur blendend mit dem Stand der Technik auskannte, geschickt viel vom Wissensstand zum Beginn des 20. Jahrhunderts um Antarktis, Atmosphäre und Meteore in diesem historischen Zukunftsroman. Der Leser kann den Anfängen von Forschungen beiwohnen, deren Ergebnisse heute für selbstverständlich gehalten werden.

Ein weiteres historisches Schmankerl sind die beiden Enden der Handlung, die unsere Ausgabe anbietet. Einmal können wir das ursprüngliche Ende der Erstausgabe 1934 lesen. Desweiteren aber auch eine Fassung, die ab 1937 veröffentlich wird. Dieses Ende wurde durch politischen Druck der damaligen NS-Regierung nötig. Warum? Das können sie gern nachlesen …