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	<description>Text und Code aus dem Mulch gezogen</description>
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		<title>DocBook und das Motto</title>
		<link>http://textmulch.de/blog/2012/docbook-und-das-motto</link>
		<comments>http://textmulch.de/blog/2012/docbook-und-das-motto#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 May 2012 09:49:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rv</dc:creator>
				<category><![CDATA[Generierung]]></category>
		<category><![CDATA[docbook]]></category>

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		<description><![CDATA[<p></p><blockquote>
<p>Die Funktion des Mottos besteht weitgehend darin, zum Denken anzuregen, ohne daß man wüsste woran. (Michel Charles)</p>
</blockquote>
<p>Ein vorgeschaltetes Motto war mir bisher nicht untergekommen. Bei technischen Texten, mit denen ich es meist zu tun habe, sind die nicht so verbreitet. Bei meinen eigene Texten war ich bisher meist zu froh, endlich fertig zu sein, als dass ich noch auf Mottosuche gegangen wäre.</p>
<p>Nun, bei dem Anlass zu diesem Artikel handelt es sich um eine andere Textsorte, älteren Datums auch, und dem Autor schien damals wohl ein Motto passend. Immerhin nur eines, und am Anfang des Textes, wie es sich gehört. Wie in Gérard Genettes <em>Paratexte</em> zu lesen ist, wo ich bei derlei ungewohnten Bestandteilen gerne mal nachschaue, nutzte man zu anderen Zeiten, etwa in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, bedeutend mehr Mottos, bis zu sieben!, und manchmal noch pro Kapitel. Das hat sich netterweise nicht gehalten.</p>
<p><span id="more-990"></span></p>
<p>Genette verortet das Motto an vier Stellen in einem Buch:</p>
<ol>
<li>Am Beginn eines Textes, nach der Widmung, aber vor dem Vorwort</li>
<li>Am Beginn eines Kapitels</li>
<li>Auf dem Titelblatt</li>
<li>Am Ende eines Textes</li>
</ol>
<p>Die Funktion des Mottos in den Fällen 1&#8211;3 liegt in der Anregung zum Nachdenken, entweder über den Titel (3) oder den Inhalt (1,2). Im Anwendungsfall 4 wäre das Motto eher ein Ersatz für das Schlusswort. Amüsant ist Genettes Hinweis auf eine eher unterschwellige, soziale Komponente bei der Verwendung von Mottos, die uralte Sitte des <em>name droppings</em>, wenn es mehr um die (Schmückung mit dem | Bürgschaft durch den) Zitategeber geht. </p>
<p>So theoretisch gestärkt wollte ich das erwähnte Motto in mein DocBook-Dokument einbauen. Neben der Widmung (<a href="http://docbook.org/tdg5/en/html/dedication.html">dedication</a>) bietet DocBook <a href="http://docbook.org/tdg5/en/html/epigraph.html">epigraph</a> für solche Fälle:</p>
<blockquote>
<p>A short inscription at the beginning of a document or component</p>
</blockquote>
<p>Das Werk, um dessen Bearbeitung es hier geht, hatte ein Vorwort. Allerdings taucht das Motto &#8211; unvorschriftsmäßig &#8211; danach auf. Wenn ich das <code>epigraph</code>-Element nach dem <code>preface</code> einsetze, bekomme ich ein Validierungsproblem, das sei kein gültiges DocBook 5-Dokument:</p>
<pre class="brush: xml; title: ; notranslate">
 &lt;book&gt;
      &lt;info&gt; ... &lt;/info&gt;
      &lt;preface&gt;...&lt;/preface&gt;
      &lt;epigraph&gt;...&lt;/epigraph&gt;
</pre>
<p>Die Beschreibung ist bei der Lösung wenig hilfreich. Ich bin ja am Anfang des Dokuments. Auch wenn ich das Motto ganz nach vorn setze, der Fehler bleibt.</p>
<p>Bei genauerem Hinsehen ergibt sich dann ein uneinheitliches Bild. Ja, ein <code>epigraph</code> ist am Anfang eines Dokuments erlaubt (Fall 1), aber nicht, wenn es sich um ein Buch handelt. Bei einem Artikel ginge es. Da ist es dann auch egal wo. Fall 3 der Genettschen Liste ist dagegen gestattet, ein Motto darf auf dem Titelblatt erscheinen (<code>cover</code>). </p>
<p>Anwendungsfall 2, das Motto dem Kapitel zuordnen geht. Man kann Mottos in DocBook erstaunlich vielen untergeordneneten Inhaltskomponenten zuordnen, nur dem zweitgrößten Container (<code>book</code>, nach <code>set</code>) nicht. Da ich aber ein Buch bearbeite, muss ich das Motto wohl dem ersten Kapitel zuordnen, und es dann per Stylesheet vor das Kapitel setzen:</p>
<pre class="brush: xml; title: ; notranslate">
 &lt;book&gt;
      ...
      &lt;chapter&gt;
        &lt;info&gt;...&lt;/info&gt;
        &lt;epigraph&gt;...&lt;/epigraph&gt;
</pre>
<p>Eventuell war das ja auch so gedacht. Ich muss mir wohl mal ein Original ansehen. </p>
<p>Der Anwendungsfall 4, Motto als Schlußwort, ist ebenso zu lösen. DocBook hat kein semantisches Element für Schlußwörter, da gibt es nur ein Vorwort (<code>preface</code>). Für solche Fälle muss man DocBook wohl mit <a href="http://www.tei-c.org/release/doc/tei-p5-doc/en/html/ref-epigraph.html">TEI</a> mischen, oder ganz umsteigen.</p>
<div style="display:block"><small><em><br />&copy;2012 <a href="http://textmulch.de">Textmulch</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><blockquote>
<p>Die Funktion des Mottos besteht weitgehend darin, zum Denken anzuregen, ohne daß man wüsste woran. (Michel Charles)</p>
</blockquote>
<p>Ein vorgeschaltetes Motto war mir bisher nicht untergekommen. Bei technischen Texten, mit denen ich es meist zu tun habe, sind die nicht so verbreitet. Bei meinen eigene Texten war ich bisher meist zu froh, endlich fertig zu sein, als dass ich noch auf Mottosuche gegangen wäre.</p>
<p>Nun, bei dem Anlass zu diesem Artikel handelt es sich um eine andere Textsorte, älteren Datums auch, und dem Autor schien damals wohl ein Motto passend. Immerhin nur eines, und am Anfang des Textes, wie es sich gehört. Wie in Gérard Genettes <em>Paratexte</em> zu lesen ist, wo ich bei derlei ungewohnten Bestandteilen gerne mal nachschaue, nutzte man zu anderen Zeiten, etwa in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, bedeutend mehr Mottos, bis zu sieben!, und manchmal noch pro Kapitel. Das hat sich netterweise nicht gehalten.</p>
<p><span id="more-990"></span></p>
<p>Genette verortet das Motto an vier Stellen in einem Buch:</p>
<ol>
<li>Am Beginn eines Textes, nach der Widmung, aber vor dem Vorwort</li>
<li>Am Beginn eines Kapitels</li>
<li>Auf dem Titelblatt</li>
<li>Am Ende eines Textes</li>
</ol>
<p>Die Funktion des Mottos in den Fällen 1&#8211;3 liegt in der Anregung zum Nachdenken, entweder über den Titel (3) oder den Inhalt (1,2). Im Anwendungsfall 4 wäre das Motto eher ein Ersatz für das Schlusswort. Amüsant ist Genettes Hinweis auf eine eher unterschwellige, soziale Komponente bei der Verwendung von Mottos, die uralte Sitte des <em>name droppings</em>, wenn es mehr um die (Schmückung mit dem | Bürgschaft durch den) Zitategeber geht. </p>
<p>So theoretisch gestärkt wollte ich das erwähnte Motto in mein DocBook-Dokument einbauen. Neben der Widmung (<a href="http://docbook.org/tdg5/en/html/dedication.html">dedication</a>) bietet DocBook <a href="http://docbook.org/tdg5/en/html/epigraph.html">epigraph</a> für solche Fälle:</p>
<blockquote>
<p>A short inscription at the beginning of a document or component</p>
</blockquote>
<p>Das Werk, um dessen Bearbeitung es hier geht, hatte ein Vorwort. Allerdings taucht das Motto &#8211; unvorschriftsmäßig &#8211; danach auf. Wenn ich das <code>epigraph</code>-Element nach dem <code>preface</code> einsetze, bekomme ich ein Validierungsproblem, das sei kein gültiges DocBook 5-Dokument:</p>
<pre class="brush: xml; title: ; notranslate">
 &lt;book&gt;
      &lt;info&gt; ... &lt;/info&gt;
      &lt;preface&gt;...&lt;/preface&gt;
      &lt;epigraph&gt;...&lt;/epigraph&gt;
</pre>
<p>Die Beschreibung ist bei der Lösung wenig hilfreich. Ich bin ja am Anfang des Dokuments. Auch wenn ich das Motto ganz nach vorn setze, der Fehler bleibt.</p>
<p>Bei genauerem Hinsehen ergibt sich dann ein uneinheitliches Bild. Ja, ein <code>epigraph</code> ist am Anfang eines Dokuments erlaubt (Fall 1), aber nicht, wenn es sich um ein Buch handelt. Bei einem Artikel ginge es. Da ist es dann auch egal wo. Fall 3 der Genettschen Liste ist dagegen gestattet, ein Motto darf auf dem Titelblatt erscheinen (<code>cover</code>). </p>
<p>Anwendungsfall 2, das Motto dem Kapitel zuordnen geht. Man kann Mottos in DocBook erstaunlich vielen untergeordneneten Inhaltskomponenten zuordnen, nur dem zweitgrößten Container (<code>book</code>, nach <code>set</code>) nicht. Da ich aber ein Buch bearbeite, muss ich das Motto wohl dem ersten Kapitel zuordnen, und es dann per Stylesheet vor das Kapitel setzen:</p>
<pre class="brush: xml; title: ; notranslate">
 &lt;book&gt;
      ...
      &lt;chapter&gt;
        &lt;info&gt;...&lt;/info&gt;
        &lt;epigraph&gt;...&lt;/epigraph&gt;
</pre>
<p>Eventuell war das ja auch so gedacht. Ich muss mir wohl mal ein Original ansehen. </p>
<p>Der Anwendungsfall 4, Motto als Schlußwort, ist ebenso zu lösen. DocBook hat kein semantisches Element für Schlußwörter, da gibt es nur ein Vorwort (<code>preface</code>). Für solche Fälle muss man DocBook wohl mit <a href="http://www.tei-c.org/release/doc/tei-p5-doc/en/html/ref-epigraph.html">TEI</a> mischen, oder ganz umsteigen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>BicBucStriim auf einem NAS installieren</title>
		<link>http://textmulch.de/blog/2012/bicbucstriim-auf-einem-nas-installieren</link>
		<comments>http://textmulch.de/blog/2012/bicbucstriim-auf-einem-nas-installieren#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 04 May 2012 13:15:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rv</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[bicbucstriim]]></category>
		<category><![CDATA[calibre]]></category>

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		<description><![CDATA[<p></p><div id="attachment_964" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px">
	<img src="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2012/05/ds-small.jpg" alt="NAS Synology DS212+" title="ds-small" width="300" height="397" class="size-full wp-image-964" />
	<p class="wp-caption-text">NAS Synology DS212+</p>
</div>
<p>Wie im <a href="/blog/2012/bicbucstriim-0-6-1-calibre-bibliothek-per-web-bedienen" title="BicBucStriim 0.6.1: Calibre-Bibliothek per Web bedienen">letzten Artikel</a> angemerkt, ist BicBucStriim entstanden, weil ich meine Calibre-Biliothek auf einem internen NAS verfügbar machen wollte. Innerhalb des Codes gibt es aber keine Vorkehrungen, die speziell auf diesen Einsatzzweck oder das NAS-Modell ausgerichtet sind. Die Software sollte vielmehr in jeder passenden Apache/PHP-Umgebung laufen.</p>
<p>Ob oder was man tun muss, um BicBucStrim auf einem NAS laufen zu lassen, hängt natürlich vom Modell ab. Zur Illustration möchte ich hier einmal die Vorgehensweise bei einem NAS von Synology anführen. Das konkrete Modell ist die DS212+ mit DSM 4 (Firmware), aber die Prozedur sollte sich bei anderen Modellen nicht groß unterschieden, da dieselbe Firmware ist:</p>
<ol>
<li>
<p>Webserver einschalten. Der Webserver wird standardmäßig nur für die Steruerungdes NAS via HTTP benutzt. Möchte man eigene Webseiten auf dem NAS hosten, muss man das konfigurieren. Bei Synology nennt sich die Komponente <em>Web Station</em> und kann über einen Menüpunkt in der Systemsteuerung aktiviert werden.</p>
<p><div id="attachment_967" class="wp-caption aligncenter" style="width: 469px">
	<a href="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2012/05/synology-webdienste.png"><img src="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2012/05/synology-webdienste.png" alt="Den Webserver für Benutzerseiten einschalten" title="synology-webdienste" width="469" height="174" class="size-full wp-image-967" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Den Webserver für Benutzerseiten einschalten</p>
</div>
</li>
<li>
<p>Beim Einschalten des Webservers wird ein neues Verzeichnis erzeugt, <em>/web</em>. Dort müssen die Webseiten untergebracht werden. Unterhalb von <em>/web</em> legt man also das Verzeichnis <em>bbs</em> an, worin die Bestandteile von BicBucStriim liegen.<br />
<div id="attachment_966" class="wp-caption aligncenter" style="width: 307px">
	<img src="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2012/05/synology-web-verz.png" alt="Alle Web-Ressourcen liegen unterhalb von &quot;/web&quot;" title="synology-web-verz" width="307" height="186" class="size-full wp-image-966" />
	<p class="wp-caption-text">Alle Web-Ressourcen liegen unterhalb von &quot;/web&quot;</p>
</div></p>
</li>
<li>
<p>Aus Sicherheitsgründen dürfen so gehostete Webseiten nur auf ganz bestimmte Verzeichnisse des NAS zugreifen. So wird verhindert, dass man unabsichtlich den ganzen NAS-Inhalt übers Web publiziert. Nun muss BicBucStriim aber auf die Calibre-Daten zugreifen. Wenn diese außerhalb des <em>/web</em> Ordners liegen, was sie tun sollten, dann kann man deren Speicherort über die <em>PHP-Einstellungen</em> für den Zugriff via PHP freigeben. Man hängt den Pfad der Calibre-Bibliothek einfach an die bestehende Liste in der Einstellung <em>open_basedir</em> an und aktiviert die Option <em>PHP open_basedir benutzerspezifisch anpassen</em>. Somit kann BicBucStriim auf alle Daten in dem hinzugefügten Verzeichnis zugreifen.<div id="attachment_987" class="wp-caption aligncenter" style="width: 500px">
	<img src="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2012/05/synology-php2.jpg" alt="PHP: Das Calibre-Verzeichnis muss freigegeben werden" title="synology-php2" width="500" height="284" class="size-full wp-image-987" />
	<p class="wp-caption-text">PHP: Das Calibre-Verzeichnis muss freigegeben werden</p>
</div>
</p>
</li>
</ol>
<p>Das war dann aber auch schon alles, was man an zusätzlichen Maßnahmen durchführen muss. BicBucStriim benötigt keine weiteren Komponenten des NAS, auch keine MySQL-Datenbank, da Calibre die Daten ja in einer SQLITE-DB speichert. Das PHP-Skript ist denkbar klein und sollte auch in NAS mit wenig Speicher (die DS212+ hat 512MB) funktionieren.</p>
<div style="display:block"><small><em><br />&copy;2012 <a href="http://textmulch.de">Textmulch</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><div id="attachment_964" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px">
	<img src="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2012/05/ds-small.jpg" alt="NAS Synology DS212+" title="ds-small" width="300" height="397" class="size-full wp-image-964" />
	<p class="wp-caption-text">NAS Synology DS212+</p>
</div>
<p>Wie im <a href="/blog/2012/bicbucstriim-0-6-1-calibre-bibliothek-per-web-bedienen" title="BicBucStriim 0.6.1: Calibre-Bibliothek per Web bedienen">letzten Artikel</a> angemerkt, ist BicBucStriim entstanden, weil ich meine Calibre-Biliothek auf einem internen NAS verfügbar machen wollte. Innerhalb des Codes gibt es aber keine Vorkehrungen, die speziell auf diesen Einsatzzweck oder das NAS-Modell ausgerichtet sind. Die Software sollte vielmehr in jeder passenden Apache/PHP-Umgebung laufen.</p>
<p>Ob oder was man tun muss, um BicBucStrim auf einem NAS laufen zu lassen, hängt natürlich vom Modell ab. Zur Illustration möchte ich hier einmal die Vorgehensweise bei einem NAS von Synology anführen. Das konkrete Modell ist die DS212+ mit DSM 4 (Firmware), aber die Prozedur sollte sich bei anderen Modellen nicht groß unterschieden, da dieselbe Firmware ist:</p>
<ol>
<li>
<p>Webserver einschalten. Der Webserver wird standardmäßig nur für die Steruerungdes NAS via HTTP benutzt. Möchte man eigene Webseiten auf dem NAS hosten, muss man das konfigurieren. Bei Synology nennt sich die Komponente <em>Web Station</em> und kann über einen Menüpunkt in der Systemsteuerung aktiviert werden.</p>
<p><div id="attachment_967" class="wp-caption aligncenter" style="width: 469px">
	<a href="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2012/05/synology-webdienste.png"><img src="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2012/05/synology-webdienste.png" alt="Den Webserver für Benutzerseiten einschalten" title="synology-webdienste" width="469" height="174" class="size-full wp-image-967" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Den Webserver für Benutzerseiten einschalten</p>
</div>
</li>
<li>
<p>Beim Einschalten des Webservers wird ein neues Verzeichnis erzeugt, <em>/web</em>. Dort müssen die Webseiten untergebracht werden. Unterhalb von <em>/web</em> legt man also das Verzeichnis <em>bbs</em> an, worin die Bestandteile von BicBucStriim liegen.<br />
<div id="attachment_966" class="wp-caption aligncenter" style="width: 307px">
	<img src="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2012/05/synology-web-verz.png" alt="Alle Web-Ressourcen liegen unterhalb von &quot;/web&quot;" title="synology-web-verz" width="307" height="186" class="size-full wp-image-966" />
	<p class="wp-caption-text">Alle Web-Ressourcen liegen unterhalb von &quot;/web&quot;</p>
</div></p>
</li>
<li>
<p>Aus Sicherheitsgründen dürfen so gehostete Webseiten nur auf ganz bestimmte Verzeichnisse des NAS zugreifen. So wird verhindert, dass man unabsichtlich den ganzen NAS-Inhalt übers Web publiziert. Nun muss BicBucStriim aber auf die Calibre-Daten zugreifen. Wenn diese außerhalb des <em>/web</em> Ordners liegen, was sie tun sollten, dann kann man deren Speicherort über die <em>PHP-Einstellungen</em> für den Zugriff via PHP freigeben. Man hängt den Pfad der Calibre-Bibliothek einfach an die bestehende Liste in der Einstellung <em>open_basedir</em> an und aktiviert die Option <em>PHP open_basedir benutzerspezifisch anpassen</em>. Somit kann BicBucStriim auf alle Daten in dem hinzugefügten Verzeichnis zugreifen.<div id="attachment_987" class="wp-caption aligncenter" style="width: 500px">
	<img src="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2012/05/synology-php2.jpg" alt="PHP: Das Calibre-Verzeichnis muss freigegeben werden" title="synology-php2" width="500" height="284" class="size-full wp-image-987" />
	<p class="wp-caption-text">PHP: Das Calibre-Verzeichnis muss freigegeben werden</p>
</div>
</p>
</li>
</ol>
<p>Das war dann aber auch schon alles, was man an zusätzlichen Maßnahmen durchführen muss. BicBucStriim benötigt keine weiteren Komponenten des NAS, auch keine MySQL-Datenbank, da Calibre die Daten ja in einer SQLITE-DB speichert. Das PHP-Skript ist denkbar klein und sollte auch in NAS mit wenig Speicher (die DS212+ hat 512MB) funktionieren.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>BicBucStriim 0.6.1: Calibre-Bibliothek per Web bedienen</title>
		<link>http://textmulch.de/blog/2012/bicbucstriim-0-6-1-calibre-bibliothek-per-web-bedienen</link>
		<comments>http://textmulch.de/blog/2012/bicbucstriim-0-6-1-calibre-bibliothek-per-web-bedienen#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 12:52:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rv</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[bicbucstriim]]></category>
		<category><![CDATA[calibre]]></category>

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		<description><![CDATA[<p></p><p><em>BicBucStriim</em> ist eine Web-Anwendung, die eine digitale Büchersammlung im Calibre-Format publiziert. Sie ist vor allem für die Nutzung im privaten, häuslichen Netz gedacht, wo man dann mit mobilen Lesegeräten aller Art (Kindle, iPad, iPhone &#8230;) auf die Bände der eigenen Bibliothek zugreifen kann.</p>
<p>Bisher konnte man auf seine Calibre-Bibliothek nur auf zwei Wegen zugreifen. Das ganz normale Szenario ist: Calibre läuft auf einem PC und man lädt Bücher über USB bzw. den eingebauten <em>Content Server</em> herunter. Möchte man größere Buchbestände zugänglich machen, kann man auch mit <a href="http://calibre2opds.com/">calibre2opds</a> eine statische Webseite erstellen und die auf seinen Webserver packen. </p>
<p>Beide Wege sind für mich nicht praktikabel. Der PC läuft nicht dauernd, und die Bibliothek wird zu oft geändert als dass ich jedesmal eine Webseite generieren möchte. Ich speichere meine Calibre-Bibliothek auf einem kleinen NAS und möchte die Bücher von dort bei Bedarf abrufen können, so wie ich das mit anderen Medien (Foto, Video, Musik) auch tun kann.</p>
<p>Daher entstand <em>BicBucStriim</em>. Da die typischen NAS einen Webserver und eine PHP-Umgebung mitliefern, besteht <em>BicBucStriim</em> aus PHP und JavaScript. Das hat zum Vorteil, dass man die Anwendung in vielerlei Umgebungen nutzen kann. </p>
<p>Was macht BicBucStriim?</p>
<p>Die Anwendung liefert drei Sichten auf die eigene Blibliothek:</p>
<ul>
<li>die 30 neuesten Werke auf der Startseite</li>
<li>eine alphabetische Liste aller Titel, mit Suchfunktion</li>
<li>eine alphabetische Liste aller Autoren, mit Suchfunktion</li>
<li>dazu Detailansichten zu jedem Titel, mit der Möglichkeit die vorhandenen Formate auch herunter zu laden</li>
</ul>
<div id="attachment_959" class="wp-caption aligncenter" style="width: 300px">
	<img src="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2012/04/bbs-start.jpg" alt="BicBucStriim 0.6.1, Startbildschirm" title="bbs-start" width="300" height="450" class="size-full wp-image-959" />
	<p class="wp-caption-text">BicBucStriim 0.6.1, Startbildschirm</p>
</div>
<p><em>BicBucStriim</em> ist vor allem für die Nutzung mit mobilen Lesegeräten gedacht und hat eine entsprechend auf Finger-Bedienung ausgelegte Oberfläche. (Eine Gelegenheit mal das jQuery Mobile Framework auszuprobieren.)</p>
<div id="attachment_958" class="wp-caption aligncenter" style="width: 500px">
	<img src="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2012/04/bbs-buch-detail.jpg" alt="BicBucStriim 0.6.1, Detailansicht" title="bbs-buch-detail" width="500" height="524" class="size-full wp-image-958" />
	<p class="wp-caption-text">BicBucStriim 0.6.1, Detailansicht</p>
</div>
<p>Mit Version 0.6.1 befindet sich <em>BicBucStriim</em> noch im Beta-Stadium, funktioniert aber im eigenen Betrieb seit längerem fehlerlos. Wer möchte, kann die Anwendung von <a href="https://github.com/rvolz/BicBucStriim/downloads">github</a> herunterladen. Die kurze Installationsanleitung findet sich auch <a href="https://github.com/rvolz/BicBucStriim">dort</a> oder im README des Installationsarchivs.</p>
<p><strong>Ein Wort der Warnung</strong>: <em>BicBucStriim</em> ist für die <strong>interne</strong> Nutzung im eigenen, häuslichen Netz gedacht. Daher besitzt es derzeit keinerlei Zugangsbeschränkungen (geplant). Jeder, der den Webserver erreichen kann, kann auch die Bücher herunterladen! Ist der Server direkt vom Internet aus zugänglich, sollte man unbedingt einen eigenen Zugangsschutz einrichten.</p>
<div style="display:block"><small><em><br />&copy;2012 <a href="http://textmulch.de">Textmulch</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><em>BicBucStriim</em> ist eine Web-Anwendung, die eine digitale Büchersammlung im Calibre-Format publiziert. Sie ist vor allem für die Nutzung im privaten, häuslichen Netz gedacht, wo man dann mit mobilen Lesegeräten aller Art (Kindle, iPad, iPhone &#8230;) auf die Bände der eigenen Bibliothek zugreifen kann.</p>
<p>Bisher konnte man auf seine Calibre-Bibliothek nur auf zwei Wegen zugreifen. Das ganz normale Szenario ist: Calibre läuft auf einem PC und man lädt Bücher über USB bzw. den eingebauten <em>Content Server</em> herunter. Möchte man größere Buchbestände zugänglich machen, kann man auch mit <a href="http://calibre2opds.com/">calibre2opds</a> eine statische Webseite erstellen und die auf seinen Webserver packen. </p>
<p>Beide Wege sind für mich nicht praktikabel. Der PC läuft nicht dauernd, und die Bibliothek wird zu oft geändert als dass ich jedesmal eine Webseite generieren möchte. Ich speichere meine Calibre-Bibliothek auf einem kleinen NAS und möchte die Bücher von dort bei Bedarf abrufen können, so wie ich das mit anderen Medien (Foto, Video, Musik) auch tun kann.</p>
<p>Daher entstand <em>BicBucStriim</em>. Da die typischen NAS einen Webserver und eine PHP-Umgebung mitliefern, besteht <em>BicBucStriim</em> aus PHP und JavaScript. Das hat zum Vorteil, dass man die Anwendung in vielerlei Umgebungen nutzen kann. </p>
<p>Was macht BicBucStriim?</p>
<p>Die Anwendung liefert drei Sichten auf die eigene Blibliothek:</p>
<ul>
<li>die 30 neuesten Werke auf der Startseite</li>
<li>eine alphabetische Liste aller Titel, mit Suchfunktion</li>
<li>eine alphabetische Liste aller Autoren, mit Suchfunktion</li>
<li>dazu Detailansichten zu jedem Titel, mit der Möglichkeit die vorhandenen Formate auch herunter zu laden</li>
</ul>
<div id="attachment_959" class="wp-caption aligncenter" style="width: 300px">
	<img src="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2012/04/bbs-start.jpg" alt="BicBucStriim 0.6.1, Startbildschirm" title="bbs-start" width="300" height="450" class="size-full wp-image-959" />
	<p class="wp-caption-text">BicBucStriim 0.6.1, Startbildschirm</p>
</div>
<p><em>BicBucStriim</em> ist vor allem für die Nutzung mit mobilen Lesegeräten gedacht und hat eine entsprechend auf Finger-Bedienung ausgelegte Oberfläche. (Eine Gelegenheit mal das jQuery Mobile Framework auszuprobieren.)</p>
<div id="attachment_958" class="wp-caption aligncenter" style="width: 500px">
	<img src="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2012/04/bbs-buch-detail.jpg" alt="BicBucStriim 0.6.1, Detailansicht" title="bbs-buch-detail" width="500" height="524" class="size-full wp-image-958" />
	<p class="wp-caption-text">BicBucStriim 0.6.1, Detailansicht</p>
</div>
<p>Mit Version 0.6.1 befindet sich <em>BicBucStriim</em> noch im Beta-Stadium, funktioniert aber im eigenen Betrieb seit längerem fehlerlos. Wer möchte, kann die Anwendung von <a href="https://github.com/rvolz/BicBucStriim/downloads">github</a> herunterladen. Die kurze Installationsanleitung findet sich auch <a href="https://github.com/rvolz/BicBucStriim">dort</a> oder im README des Installationsarchivs.</p>
<p><strong>Ein Wort der Warnung</strong>: <em>BicBucStriim</em> ist für die <strong>interne</strong> Nutzung im eigenen, häuslichen Netz gedacht. Daher besitzt es derzeit keinerlei Zugangsbeschränkungen (geplant). Jeder, der den Webserver erreichen kann, kann auch die Bücher herunterladen! Ist der Server direkt vom Internet aus zugänglich, sollte man unbedingt einen eigenen Zugangsschutz einrichten.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Calibres Daten</title>
		<link>http://textmulch.de/blog/2012/calibres-daten</link>
		<comments>http://textmulch.de/blog/2012/calibres-daten#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 13:09:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rv</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[calibre]]></category>
		<category><![CDATA[metadaten]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://textmulch.de/?p=944</guid>
		<description><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://textmulch.de/blog/2012/calibres-daten" title="Permanent link to Calibres Daten"><img class="post_image aligncenter" src="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2012/04/calibres-daten-titel.png" width="400" height="150" alt="Titelbild zum Artikel "Calibres Daten"" /></a>
</p><p><a href="http://calibre-ebook.com/">Calibre</a> ist derzeit nicht nur die einzige plattform-übergreifende Bibliotheksanwendung, sie kennt auch alle gängigen Buchformate, und ist zudem auch noch kostenlos. Hat man also einmal damit angefangen, digitale Bücher zu lesen, dann ist es schwer daran vorbei zu kommen. Sicher, man kann die Bücher auch einfach in einer Verzeichnisstruktur speichern, oder sich einfach nicht drum kümmern und es dem Händler überlassen, Sicherungskopien aufzubewahren.</p>
<p>Werden es aber allmählich mehr Titel, dann verwandelt sich die vorher so einfache Verzeichnisstruktur schnell in eine Datenbank Marke Eigenbau. Und die größeren Handelsplattformen für Bücher bieten einem oft den <em>lebenslangen</em> Zugriff auf gekaufte Bücher an, kauft man aber nicht nur bei einem Händler wird die Orientierung schnell schwierig. Zudem dieser Terminus <em>lebenslang</em>: wessen Leben ist genau gemeint? Das der Plattform und des dahinter stehenden Unternehmens? Wirtschaft und Technologie sind erfahrungsgemäß schnelllebig.</p>
<p>Kurz und gut: wenn man die Übersicht über seine elektronischen Bücher behalten oder sich nicht ganz den jeweiligen Anbietern ausliefern möchte, dann sollte man sich Calibre einmal anschauen. Es bietet neben einer grafischen Oberfläche zur Verwaltung der Bibliothek auch eine Leseanwendung und Konvertierungsmöglichkeiten zwischen den verschiedenen Buchformaten. Natürlich kann man auch die Metadaten der einzelnen Titel verwalten und sie gegebenenfalls auch mit Daten der verschiedenen Plattformen automatisch komplettieren lassen.<br />
<span id="more-944"></span><br />
Aber die Handhabung von Calibre steht hier nicht im Vordergrund, sondern seine Daten. Wie steht es mit denen, sind die zugänglich? Was passiert, wenn ich mal eine andere Anwendung nutzen will? Kann ich die Daten dann mitnehmen, oder muss ich alles wieder neu eingeben? Die Probleme bei der Verwaltung der Musiksammlung haben mich da vorsichtig werden lassen. Wie oft ich da im Laufe der Zeit schon Cover für Alben gesucht und Daten eingegeben habe – das möchte ich nicht wiederholen.</p>
<p>Aber wie noch gezeigt wird, ich kann da beruhigt sein. Es ist nicht nur, dass Calibre selbst quelloffen ist, sondern auch die Metadaten der Bücher sind leicht zugänglich.</p>
<div id="attachment_942" class="wp-caption alignnone" style="width: 476px">
	<img src="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2012/04/calibre-vz.png" alt="Calibre Verzeichnisstruktur, erste Ebene" title="calibre-vz" width="476" height="114" class="size-full wp-image-942" />
	<p class="wp-caption-text">Calibre Verzeichnisstruktur, erste Ebene</p>
</div>
<p>Calibre legt alle Daten in einem Verzeichnis ab, die Buchdateien und deren Metadaten. Im Bibliotheksverzeichnis selbst findet man die Datei <em>metadata.db</em> (2). Wie der Name schon andeuten mag, ist dies die Datenbank, die alle Metadaten der Bibliothek enthält. Weiter findet man Unterverzeichnisse, pro Autor eines (1).</p>
<div id="attachment_941" class="wp-caption alignnone" style="width: 457px">
	<a href="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2012/04/calibre-vz-details.png"><img src="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2012/04/calibre-vz-details.png" alt="Details eines Buchtitels" title="calibre-vz-details" width="457" height="245" class="size-full wp-image-941" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Details eines Buchtitels</p>
</div>
<p>Autorenverzeichnisse enthalten wiederum Unterverzeichnisse für die zugeordneten Bücher (1). Der Name dieser Buchverzeichnisse setzt sich aus dem Buchtitel und der Calibre-ID zusammen, einer fortlaufend vergebenen Nummer. In einem Buchverzeichnis finden sich:</p>
<ul>
<li>das Titelbild, <em>cover.jpg</em> (2)</li>
<li>Metadaten zum Buch, <em>metadata.opf</em> (3)</li>
<li>eine oder mehrere Buchdateien (4), im Beispiel eine <em>MOBI</em>- und eine <em>PDF</em>-Ausgabe</li>
</ul>
<p>Die einzig erklärenswerte Datei ist hier <em>metadata.opf</em>. Die OPF-Endung deutet and, dass es sich um eine XML-Datei handelt, die dem <a href="http://idpf.org/epub/20/spec/OPF_2.0.1_draft.htm">OPF-Schema</a> der <a href="http://idpf.org/">IDPF</a> folgt. Wer sich schon einmal mit dem EPUB-Standard für digitale Bücher beschäftigt hat, dem wird das etwas sagen. Für alle anderen sei hier bemerkt, dass eine OPF-Datei normalerweise die Metadaten eines Buches im EPUB-Format enthält, wie man sie zum Beispiel im iBookstore von Apple kaufen kann. Die Datei ist als solche für den Leser nicht sichtbar, aber sie ist da.</p>
<p>Der Inhalt der OPF-Datei für das Buch aus obigem Beispiel sieht (leicht gekürzt) so aus:</p>
<pre class="brush: xml; title: ; notranslate">
&lt;?xml version='1.0' encoding='utf-8'?&gt;
  &lt;package xmlns=&quot;http://www.idpf.org/2007/opf&quot; unique-identifier=&quot;uuid_id&quot;&gt;
    &lt;metadata xmlns:dc=&quot;http://purl.org/dc/elements/1.1/&quot; xmlns:opf=&quot;http://www.idpf.org/2007/opf&quot;&gt;
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      &lt;dc:title&gt;Programming in Scala. Second Edition&lt;/dc:title&gt;
      &lt;dc:creator opf:file-as=&quot;Odersky, Martin &amp;amp; Spoon, Lex &amp;amp; Venners, Bill&quot; opf:role=&quot;aut&quot;&gt;Martin Odersky&lt;/dc:creator&gt;
      &lt;dc:creator opf:file-as=&quot;Odersky, Martin &amp;amp; Spoon, Lex &amp;amp; Venners, Bill&quot; opf:role=&quot;aut&quot;&gt;Lex Spoon&lt;/dc:creator&gt;
      &lt;dc:creator opf:file-as=&quot;Odersky, Martin &amp;amp; Spoon, Lex &amp;amp; Venners, Bill&quot; opf:role=&quot;aut&quot;&gt;Bill Venners&lt;/dc:creator&gt;
      &lt;dc:contributor opf:file-as=&quot;calibre&quot; opf:role=&quot;bkp&quot;&gt;calibre (0.8.6) [http://calibre-ebook.com]&lt;/dc:contributor&gt;
      &lt;dc:date&gt;2011-03-10T23:00:00+00:00&lt;/dc:date&gt;
      &lt;dc:description&gt;&amp;lt;p class=&quot;description&quot;&amp;gt;SUMMARY:&amp;lt;br&amp;gt;Scala is an object-oriented programming language for the Java Virtual Machine. In addition ... that can make you a better, more productive developer.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;/dc:description&gt;
      &lt;dc:publisher&gt;Artima Inc&lt;/dc:publisher&gt;
      &lt;dc:identifier opf:scheme=&quot;ISBN&quot;&gt;9780981531649&lt;/dc:identifier&gt;
      &lt;dc:language&gt;en&lt;/dc:language&gt;
      &lt;dc:subject&gt;Programming Languages&lt;/dc:subject&gt;
      &lt;dc:subject&gt;Scala&lt;/dc:subject&gt;
      &lt;meta content=&quot;0&quot; name=&quot;calibre:rating&quot;/&gt;
      &lt;meta content=&quot;2011-03-11T14:06:03+00:00&quot; name=&quot;calibre:timestamp&quot;/&gt;
      &lt;meta content=&quot;Programming in Scala. Second Edition&quot; name=&quot;calibre:title_sort&quot;/&gt;
    &lt;/metadata&gt;
    &lt;guide&gt;
      &lt;reference href=&quot;cover.jpg&quot; type=&quot;cover&quot; title=&quot;Cover&quot;/&gt;
    &lt;/guide&gt;
 &lt;/package&gt;
</pre>
<p>Wer kein XML mag: man kann die Daten auch über Datenbankabfragen ermitteln. Man schaut dafür einfach in die schon erwähnte Datei <em>metadata.db</em>. Dabei handelt es sich um eine SQL-Datenbank, die mit sqlite3 bedient werden kann. Sqllite ist auf allen gängigen Plattformen erhältlich, das sollte also keine Schwierigkeiten machen. Um sich in der Datenbank einmal umzusehen, genügt es einfach die Shell von sqllte3 aufzurufen:</p>
<pre><code>sqlite3 metadata.db </code></pre>
<p>Das Komando <em>.tables</em> zeigt alle vorhandenen Tabellen. Die Funktionen der meisten sind anhand der Namen leicht zu erkennen.</p>
<div id="attachment_943" class="wp-caption alignnone" style="width: 500px">
	<a href="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2012/04/calibre-tables.png"><img src="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2012/04/calibre-tables.png" alt="Calibres Tabellen" title="calibre-tables" width="500" height="307" class="size-full wp-image-943" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Calibres Tabellen</p>
</div>
<p>Die wichtigsten Tabellen, um die Metadaten auszulesen, sind:</p>
<ul>
<li>authors: enthält eigentlich nur den Namen des Autors, in normaler Form und in Sortierordnung</li>
<li>books: Titel, Zeitstempel, ISBN, Pfad zu den Buchdateien usw.</li>
<li>comments: enthält nur die Beschreibung, die Kommentare zum Buch</li>
</ul>
<p>Die Verbindung zwischen Autoren (<em>authors</em>) und ihren Büchern (<em>books</em>) wird über eine weitere Tabelle, mit dem sprechenden Namen <em>books_authors_link</em>, hergestellt. Für jedes Buch gibt es dort einen Eintrag mit der Buch-ID und der Autoren-ID. Die Buchbeschreibung in <em>comments</em> wird einfach durch die Buch-ID (<em>book</em>) identifiziert.</p>
<p>Möchte man es noch genauer, dann kann man über weitere Verbindungstabellen noch die zugehörigen Verlage (<em>books_publishers_link → publishers</em>), Bewertungen (<em>books_ratings_link → ratings</em>) und Schlagworte (<em>books_tags_link → tags</em>) auslesen.</p>
<p>Zwei Arten die Metadaten auszulesen, dazu die Ablage der verschiedenen Formate in einer leicht zu durchschauenden Verzeichnisstruktur, das spricht für Investitionssicherheit beim Einsatz von Calibre.</p>
<div style="display:block"><small><em><br />&copy;2012 <a href="http://textmulch.de">Textmulch</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://textmulch.de/blog/2012/calibres-daten" title="Permanent link to Calibres Daten"><img class="post_image aligncenter" src="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2012/04/calibres-daten-titel.png" width="400" height="150" alt="Titelbild zum Artikel "Calibres Daten"" /></a>
</p><p><a href="http://calibre-ebook.com/">Calibre</a> ist derzeit nicht nur die einzige plattform-übergreifende Bibliotheksanwendung, sie kennt auch alle gängigen Buchformate, und ist zudem auch noch kostenlos. Hat man also einmal damit angefangen, digitale Bücher zu lesen, dann ist es schwer daran vorbei zu kommen. Sicher, man kann die Bücher auch einfach in einer Verzeichnisstruktur speichern, oder sich einfach nicht drum kümmern und es dem Händler überlassen, Sicherungskopien aufzubewahren.</p>
<p>Werden es aber allmählich mehr Titel, dann verwandelt sich die vorher so einfache Verzeichnisstruktur schnell in eine Datenbank Marke Eigenbau. Und die größeren Handelsplattformen für Bücher bieten einem oft den <em>lebenslangen</em> Zugriff auf gekaufte Bücher an, kauft man aber nicht nur bei einem Händler wird die Orientierung schnell schwierig. Zudem dieser Terminus <em>lebenslang</em>: wessen Leben ist genau gemeint? Das der Plattform und des dahinter stehenden Unternehmens? Wirtschaft und Technologie sind erfahrungsgemäß schnelllebig.</p>
<p>Kurz und gut: wenn man die Übersicht über seine elektronischen Bücher behalten oder sich nicht ganz den jeweiligen Anbietern ausliefern möchte, dann sollte man sich Calibre einmal anschauen. Es bietet neben einer grafischen Oberfläche zur Verwaltung der Bibliothek auch eine Leseanwendung und Konvertierungsmöglichkeiten zwischen den verschiedenen Buchformaten. Natürlich kann man auch die Metadaten der einzelnen Titel verwalten und sie gegebenenfalls auch mit Daten der verschiedenen Plattformen automatisch komplettieren lassen.<br />
<span id="more-944"></span><br />
Aber die Handhabung von Calibre steht hier nicht im Vordergrund, sondern seine Daten. Wie steht es mit denen, sind die zugänglich? Was passiert, wenn ich mal eine andere Anwendung nutzen will? Kann ich die Daten dann mitnehmen, oder muss ich alles wieder neu eingeben? Die Probleme bei der Verwaltung der Musiksammlung haben mich da vorsichtig werden lassen. Wie oft ich da im Laufe der Zeit schon Cover für Alben gesucht und Daten eingegeben habe – das möchte ich nicht wiederholen.</p>
<p>Aber wie noch gezeigt wird, ich kann da beruhigt sein. Es ist nicht nur, dass Calibre selbst quelloffen ist, sondern auch die Metadaten der Bücher sind leicht zugänglich.</p>
<div id="attachment_942" class="wp-caption alignnone" style="width: 476px">
	<img src="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2012/04/calibre-vz.png" alt="Calibre Verzeichnisstruktur, erste Ebene" title="calibre-vz" width="476" height="114" class="size-full wp-image-942" />
	<p class="wp-caption-text">Calibre Verzeichnisstruktur, erste Ebene</p>
</div>
<p>Calibre legt alle Daten in einem Verzeichnis ab, die Buchdateien und deren Metadaten. Im Bibliotheksverzeichnis selbst findet man die Datei <em>metadata.db</em> (2). Wie der Name schon andeuten mag, ist dies die Datenbank, die alle Metadaten der Bibliothek enthält. Weiter findet man Unterverzeichnisse, pro Autor eines (1).</p>
<div id="attachment_941" class="wp-caption alignnone" style="width: 457px">
	<a href="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2012/04/calibre-vz-details.png"><img src="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2012/04/calibre-vz-details.png" alt="Details eines Buchtitels" title="calibre-vz-details" width="457" height="245" class="size-full wp-image-941" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Details eines Buchtitels</p>
</div>
<p>Autorenverzeichnisse enthalten wiederum Unterverzeichnisse für die zugeordneten Bücher (1). Der Name dieser Buchverzeichnisse setzt sich aus dem Buchtitel und der Calibre-ID zusammen, einer fortlaufend vergebenen Nummer. In einem Buchverzeichnis finden sich:</p>
<ul>
<li>das Titelbild, <em>cover.jpg</em> (2)</li>
<li>Metadaten zum Buch, <em>metadata.opf</em> (3)</li>
<li>eine oder mehrere Buchdateien (4), im Beispiel eine <em>MOBI</em>- und eine <em>PDF</em>-Ausgabe</li>
</ul>
<p>Die einzig erklärenswerte Datei ist hier <em>metadata.opf</em>. Die OPF-Endung deutet and, dass es sich um eine XML-Datei handelt, die dem <a href="http://idpf.org/epub/20/spec/OPF_2.0.1_draft.htm">OPF-Schema</a> der <a href="http://idpf.org/">IDPF</a> folgt. Wer sich schon einmal mit dem EPUB-Standard für digitale Bücher beschäftigt hat, dem wird das etwas sagen. Für alle anderen sei hier bemerkt, dass eine OPF-Datei normalerweise die Metadaten eines Buches im EPUB-Format enthält, wie man sie zum Beispiel im iBookstore von Apple kaufen kann. Die Datei ist als solche für den Leser nicht sichtbar, aber sie ist da.</p>
<p>Der Inhalt der OPF-Datei für das Buch aus obigem Beispiel sieht (leicht gekürzt) so aus:</p>
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      &lt;dc:contributor opf:file-as=&quot;calibre&quot; opf:role=&quot;bkp&quot;&gt;calibre (0.8.6) [http://calibre-ebook.com]&lt;/dc:contributor&gt;
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      &lt;dc:subject&gt;Programming Languages&lt;/dc:subject&gt;
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 &lt;/package&gt;
</pre>
<p>Wer kein XML mag: man kann die Daten auch über Datenbankabfragen ermitteln. Man schaut dafür einfach in die schon erwähnte Datei <em>metadata.db</em>. Dabei handelt es sich um eine SQL-Datenbank, die mit sqlite3 bedient werden kann. Sqllite ist auf allen gängigen Plattformen erhältlich, das sollte also keine Schwierigkeiten machen. Um sich in der Datenbank einmal umzusehen, genügt es einfach die Shell von sqllte3 aufzurufen:</p>
<pre><code>sqlite3 metadata.db </code></pre>
<p>Das Komando <em>.tables</em> zeigt alle vorhandenen Tabellen. Die Funktionen der meisten sind anhand der Namen leicht zu erkennen.</p>
<div id="attachment_943" class="wp-caption alignnone" style="width: 500px">
	<a href="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2012/04/calibre-tables.png"><img src="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2012/04/calibre-tables.png" alt="Calibres Tabellen" title="calibre-tables" width="500" height="307" class="size-full wp-image-943" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Calibres Tabellen</p>
</div>
<p>Die wichtigsten Tabellen, um die Metadaten auszulesen, sind:</p>
<ul>
<li>authors: enthält eigentlich nur den Namen des Autors, in normaler Form und in Sortierordnung</li>
<li>books: Titel, Zeitstempel, ISBN, Pfad zu den Buchdateien usw.</li>
<li>comments: enthält nur die Beschreibung, die Kommentare zum Buch</li>
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<p>Die Verbindung zwischen Autoren (<em>authors</em>) und ihren Büchern (<em>books</em>) wird über eine weitere Tabelle, mit dem sprechenden Namen <em>books_authors_link</em>, hergestellt. Für jedes Buch gibt es dort einen Eintrag mit der Buch-ID und der Autoren-ID. Die Buchbeschreibung in <em>comments</em> wird einfach durch die Buch-ID (<em>book</em>) identifiziert.</p>
<p>Möchte man es noch genauer, dann kann man über weitere Verbindungstabellen noch die zugehörigen Verlage (<em>books_publishers_link → publishers</em>), Bewertungen (<em>books_ratings_link → ratings</em>) und Schlagworte (<em>books_tags_link → tags</em>) auslesen.</p>
<p>Zwei Arten die Metadaten auszulesen, dazu die Ablage der verschiedenen Formate in einer leicht zu durchschauenden Verzeichnisstruktur, das spricht für Investitionssicherheit beim Einsatz von Calibre.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Soziale Netzwerke in interaktiven Webserien</title>
		<link>http://textmulch.de/blog/2012/soziale-netzwerke-in-interaktiven-webserien</link>
		<comments>http://textmulch.de/blog/2012/soziale-netzwerke-in-interaktiven-webserien#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Apr 2012 10:20:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rv</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fiktion]]></category>
		<category><![CDATA[guidestones]]></category>
		<category><![CDATA[video]]></category>
		<category><![CDATA[webserie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://textmulch.de/?p=937</guid>
		<description><![CDATA[<p></p><p>Die kanadische, interaktive Webserie <a href="http://guidestones.org/">Guidestones</a> verwendet viele, mittlerweile gängige Technologien, um dem Zuschauer die Gelegenheit zum Auflösen der in den Videosequenzen auftauchenden Rätsel und Geheimnisse zu geben. Einer der wichtigsten Treiber der Geschichte ist das Smartphone von Sandy, des weiblichen Parts unseres Protagonistengespanns. Sie erhält von einer geheimnisvollen Frau im Hintergrund (ich bin noch nicht ganz durch mit der Serie, daher ist deren Motivation noch unklar) SMS mit Hinweisen. Dazu gibt es QR-Codes, die mit der Kamera des Telefons gescannt werden müsssen, und dann zu den vielen WordPress-Seiten führen, die das Produktionsteam im Internet verstreut hat. Neben den eigens produzierten Webseiten führen manche Spuren aber auch in etablierte Netzwerke wie MySpace, YouTube und LinkedIn.</p>
<p>Das in einer Web-Videoserie Video-Platformen wie YouTube zum Tragen kommen ist logisch. Dort finden sich die anderen Videos, die dem Zuschauer beim Rätseln helfen sollen. Auf die Videosequenzen der Guidestones-Serie selbst wird man ja per Verweis in der E-Mail geführt.</p>
<p>Das nicht mehr ganz so gefragte MySpace-Netzwerk kommt nur einmal kurz zum Einsatz, als Alternative zu den sonst verwendeten WordPress-Seiten.</p>
<p>Interessant fand ich eher die mehrmalige Verwendung des Karrierenetzwerks LinkedIn. Die Verwendung eines Karierenetzwerks ist folgerichtig, denn einer der Schurken im Hintergrund der Geschichte scheint ein Unternehmen zu sein. Einige der Mitarbeiter dieses Unternehmens sterben im Laufe der Geschichte und man muss dann deren Profile finden, um auf weitere Hinweise, Spuren zu stoßen.</p>
<p>Da man die entsprechenden Daten im richtigen Leben ja auch in Netzwerken wie Xing und LinkedIn suchen würde, ist es eigentlich nicht weiter verwunderlich, dass Guidestones TV die Hinweise für die Zuschauer eben dort angebracht hat. Allerdings wurden doch soziale Netzwerke/Plattformen für Unterhaltungszwecken eher nach anderen Gesichtspunkten ausgesucht, meist nach dem der größten Masse an potentiellen Zuschauern oder Teilnehmern (daher oft Twitter, Facebook). Im Falle von Guidestones spielte offensichtlich mehr die Passform eine Rolle, die Verwendung des Netzwerks erfolgte aus der Logik der Geschichte heraus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div style="display:block"><small><em><br />&copy;2012 <a href="http://textmulch.de">Textmulch</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Die kanadische, interaktive Webserie <a href="http://guidestones.org/">Guidestones</a> verwendet viele, mittlerweile gängige Technologien, um dem Zuschauer die Gelegenheit zum Auflösen der in den Videosequenzen auftauchenden Rätsel und Geheimnisse zu geben. Einer der wichtigsten Treiber der Geschichte ist das Smartphone von Sandy, des weiblichen Parts unseres Protagonistengespanns. Sie erhält von einer geheimnisvollen Frau im Hintergrund (ich bin noch nicht ganz durch mit der Serie, daher ist deren Motivation noch unklar) SMS mit Hinweisen. Dazu gibt es QR-Codes, die mit der Kamera des Telefons gescannt werden müsssen, und dann zu den vielen WordPress-Seiten führen, die das Produktionsteam im Internet verstreut hat. Neben den eigens produzierten Webseiten führen manche Spuren aber auch in etablierte Netzwerke wie MySpace, YouTube und LinkedIn.</p>
<p>Das in einer Web-Videoserie Video-Platformen wie YouTube zum Tragen kommen ist logisch. Dort finden sich die anderen Videos, die dem Zuschauer beim Rätseln helfen sollen. Auf die Videosequenzen der Guidestones-Serie selbst wird man ja per Verweis in der E-Mail geführt.</p>
<p>Das nicht mehr ganz so gefragte MySpace-Netzwerk kommt nur einmal kurz zum Einsatz, als Alternative zu den sonst verwendeten WordPress-Seiten.</p>
<p>Interessant fand ich eher die mehrmalige Verwendung des Karrierenetzwerks LinkedIn. Die Verwendung eines Karierenetzwerks ist folgerichtig, denn einer der Schurken im Hintergrund der Geschichte scheint ein Unternehmen zu sein. Einige der Mitarbeiter dieses Unternehmens sterben im Laufe der Geschichte und man muss dann deren Profile finden, um auf weitere Hinweise, Spuren zu stoßen.</p>
<p>Da man die entsprechenden Daten im richtigen Leben ja auch in Netzwerken wie Xing und LinkedIn suchen würde, ist es eigentlich nicht weiter verwunderlich, dass Guidestones TV die Hinweise für die Zuschauer eben dort angebracht hat. Allerdings wurden doch soziale Netzwerke/Plattformen für Unterhaltungszwecken eher nach anderen Gesichtspunkten ausgesucht, meist nach dem der größten Masse an potentiellen Zuschauern oder Teilnehmern (daher oft Twitter, Facebook). Im Falle von Guidestones spielte offensichtlich mehr die Passform eine Rolle, die Verwendung des Netzwerks erfolgte aus der Logik der Geschichte heraus.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Interaktive Webserien benötigen unverbrauchte Rätsel</title>
		<link>http://textmulch.de/blog/2012/interaktive-webserien-benotigen-unverbrauchte-ratsel</link>
		<comments>http://textmulch.de/blog/2012/interaktive-webserien-benotigen-unverbrauchte-ratsel#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Mar 2012 16:14:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rv</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fiktion]]></category>
		<category><![CDATA[guidestones]]></category>
		<category><![CDATA[video]]></category>
		<category><![CDATA[webserie]]></category>

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		<description><![CDATA[<p></p><p>In Geschichten wie <a href="http://guidestones.org">Guidestones</a> werden die Zuschauer (Spieler? Teilnehmer?) unter anderem ins Internet geschickt, um im interaktiven Teil Spuren nachzugehen und Rätsel zu lösen, welche die Handlung weiter bringen sollen. In Episode 13 ist das zum Beispiel so. Da taucht ein Name auf den Steinplatten der Georgia Guidestones auf, den man wohl recherchieren sollte. Ich sage jetzt mal nicht welcher, möchte kein Spielverderber sein.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 320px">
	<a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/e/e1/Georgia_guidestones.jpg/320px-Georgia_guidestones.jpg"><img title="Georgia Guidestones. (Quelle: AmpCoder/Wikipedia, CC Namensnennung 3.0 Unported)" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/e/e1/Georgia_guidestones.jpg/320px-Georgia_guidestones.jpg" alt="" width="320" height="240" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Georgia Guidestones. (Quelle: AmpCoder/Wikipedia, CC Namensnennung 3.0 Unported)</p>
</div>
<p>Google und Co machen die Namenssuche ja relativ leicht. Aber da die Guidestones-Serie ja schon etwas läuft ist es schwierig, bei der Spurensuche die Informationen und Diskussionen zu übersehen, die andere Zuschauer schon im Netz hinterlassen haben, die derselben Fährte folgten. Soll man diese Meta-Information nun großzügig miteinbeziehen und nutzen, oder verdirbt sie einem nur den Spaß am Detektivspiel?</p>
<p>Manchmal kann man nicht anders als solche Meta-Infos zu lesen, man sieht es den Seiten nicht gleich an, ob sie gut getarntes Spielmaterial sind, oder eben Nutzerkommentar. Bei der Suche nach jenem gewissen Namen stieß ich jedenfalls erst auf Seite 4 der Suchergebnisse auf den richtigen Verweis. Davor habe ich aber schon ziemlich viel angesammelte Kommentare über die Serie gesehen, und natürlich auch jede Menge andere Verschwörungstheorien, denn die Georgia Guidestones faszinieren viele &#8212; auch wenn ich zugeben muss, bis vor wenigen Tage noch nie davon gehört zu haben.</p>
<p>Wie dem auch sei &#8212; vielleicht ist ja auch die Satelitenaufnahme bei Google Teil der Serie? &#8212; ich frage mich, wie die Planung der Produzenten für den Fall aussieht, dass die Meta-Informationen zur Serie so dicht werden, dass sie die für den Zuschauer wichtigen Spuren überwuchern? Werden dann periodisch Teile der Geschichte verändert, um nachfolgende Zuschauer zu neuen, unverbrauchten Webseiten zu führen? Oder können erfolgreiche, interaktive Webserien eben immer nur eine begrenzte Laufzeit haben?</p>
<div style="display:block"><small><em><br />&copy;2012 <a href="http://textmulch.de">Textmulch</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>In Geschichten wie <a href="http://guidestones.org">Guidestones</a> werden die Zuschauer (Spieler? Teilnehmer?) unter anderem ins Internet geschickt, um im interaktiven Teil Spuren nachzugehen und Rätsel zu lösen, welche die Handlung weiter bringen sollen. In Episode 13 ist das zum Beispiel so. Da taucht ein Name auf den Steinplatten der Georgia Guidestones auf, den man wohl recherchieren sollte. Ich sage jetzt mal nicht welcher, möchte kein Spielverderber sein.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 320px">
	<a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/e/e1/Georgia_guidestones.jpg/320px-Georgia_guidestones.jpg"><img title="Georgia Guidestones. (Quelle: AmpCoder/Wikipedia, CC Namensnennung 3.0 Unported)" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/e/e1/Georgia_guidestones.jpg/320px-Georgia_guidestones.jpg" alt="" width="320" height="240" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Georgia Guidestones. (Quelle: AmpCoder/Wikipedia, CC Namensnennung 3.0 Unported)</p>
</div>
<p>Google und Co machen die Namenssuche ja relativ leicht. Aber da die Guidestones-Serie ja schon etwas läuft ist es schwierig, bei der Spurensuche die Informationen und Diskussionen zu übersehen, die andere Zuschauer schon im Netz hinterlassen haben, die derselben Fährte folgten. Soll man diese Meta-Information nun großzügig miteinbeziehen und nutzen, oder verdirbt sie einem nur den Spaß am Detektivspiel?</p>
<p>Manchmal kann man nicht anders als solche Meta-Infos zu lesen, man sieht es den Seiten nicht gleich an, ob sie gut getarntes Spielmaterial sind, oder eben Nutzerkommentar. Bei der Suche nach jenem gewissen Namen stieß ich jedenfalls erst auf Seite 4 der Suchergebnisse auf den richtigen Verweis. Davor habe ich aber schon ziemlich viel angesammelte Kommentare über die Serie gesehen, und natürlich auch jede Menge andere Verschwörungstheorien, denn die Georgia Guidestones faszinieren viele &#8212; auch wenn ich zugeben muss, bis vor wenigen Tage noch nie davon gehört zu haben.</p>
<p>Wie dem auch sei &#8212; vielleicht ist ja auch die Satelitenaufnahme bei Google Teil der Serie? &#8212; ich frage mich, wie die Planung der Produzenten für den Fall aussieht, dass die Meta-Informationen zur Serie so dicht werden, dass sie die für den Zuschauer wichtigen Spuren überwuchern? Werden dann periodisch Teile der Geschichte verändert, um nachfolgende Zuschauer zu neuen, unverbrauchten Webseiten zu führen? Oder können erfolgreiche, interaktive Webserien eben immer nur eine begrenzte Laufzeit haben?</p>
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		<title>Guidestones: Fiktion in der Realität</title>
		<link>http://textmulch.de/blog/2012/guidestones-fiktion-in-der-realitaet</link>
		<comments>http://textmulch.de/blog/2012/guidestones-fiktion-in-der-realitaet#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 29 Mar 2012 19:07:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rv</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fiktion]]></category>
		<category><![CDATA[geo]]></category>
		<category><![CDATA[guidestones]]></category>
		<category><![CDATA[thriller]]></category>
		<category><![CDATA[video]]></category>
		<category><![CDATA[webserie]]></category>

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		<description><![CDATA[<p></p><p>Gerade habe ich mir die Episode 12 der Webserie <a title="Guidestones.org" href="http://guidestones.org/">Guidestones</a> angeschaut. In dieser Episode erreichen die Helden, die Journalistik-Studenten Sandy und Trevor, endlich die <a title="Wikipedia: Georigia Guidestones" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Georgia_Guidestones">Georgia Guidestones</a>, die den thematischen Rahmen für diesen Web-Thriller liefern. Guidestones enthält interaktive Elemente, man muss als Zuschauer also schon etwas tun, um mit der Geschichte voran zu kommen. Die Vorgehensweise erinnert an die der IF, nur eben mit Videos statt Texten.</p>
<p>Bei Guidestones werden dem Zuschauer Verweise auf die jeweiligen Episoden per Mail zugeschickt. Manche Episoden enthalten dann Rätsel, die der Zuschauer dann extern lösen muss. Dabei kann es sich um das Dekodieren von QR-Codes handeln, oder das Auffinden von versteckten Verweisen in Webseiten. Eine große Rolle spielt aber auch die Nutzung von GEO-Daten, anhand von Koordinaten müssen Orte in Google Maps gefunden werden.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/N4N-6LDewSY" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><span id="more-907"></span></p>
<p>Letzteres ist ganz interessant, wenn man sich vor Augen führt, dass klassischerweise die Umgebungen für Filmhandlungen in Studios oder an günstig gelegenen Orten gedreht werden, nicht so sehr an Originalschauplätzen. In europäischen Western war ja z.B. die spanische Sierra Nevada ein beliebter Ersatz für amerikanische Wüstenweiten.</p>
<p>Um auf Episode 12 zurück zu kommen: da treffen die Helden am Schauplatz ein, der vorher per Koordinaten ermittelt wurden. Natürlich habe ich mir bei Gelegenheit den Ort auf den Satelitenbildern von Google Maps genauer angesehen. Das Filmteam kann mir also jetzt nicht mehr eine beliebige Studiolandschaft vorsetzen. Deren Wahlfreiheit bei der Ausgestaltung des Films wird durch die Nutzung der GEO-Daten also etwas eingeschränkt. Die fiktionale Handlung muss irgendwie am realen Ort (oder wenigstens einer guten Fälschung) untergebracht werden.</p>
<p>Natürlich ist diese Einschränkung derzeit noch nicht allzu eng gefasst. Schließlich guckte ich im Jahre 2012 anhand einer Satelitenaufnahme von 2009 auf den Handlungsort. Da kann sich zwischenzeitlich doch schon mal was geändert haben. Wenn aber in Zukunft noch mehr Sensordaten aus der Realität in die Handlung eingebaut würden (gar live!), dann wäre auch der Spielraum für Abweichungen vom tatsächlichen Handlungsort enger. Jules Vernes <em>In 80 Tagen um die Welt</em> im Studio abdrehen, nö?</p>
<p>Die umgekehrte Methode wäre natürlich, die vorhandenen Karten so abzuändern (<a title="Google Maps JavaScript API V3 – Overlays" href="https://developers.google.com/maps/documentation/javascript/overlays?hl=de">Overlays</a>, <a title="Google Maps JavaScript API V3 – Layers" href="https://developers.google.com/maps/documentation/javascript/layers?hl=de">Layers</a>), dass die real vorhandenen Orte und Landschaften in einen neuen, fiktionalen Zusammenhang gebracht werden. Das, was laut <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Halting_State">Halting State</a> die Zukunft der Rollenspiele ist. Klingt auch interessant.</p>
<div style="display:block"><small><em><br />&copy;2012 <a href="http://textmulch.de">Textmulch</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Gerade habe ich mir die Episode 12 der Webserie <a title="Guidestones.org" href="http://guidestones.org/">Guidestones</a> angeschaut. In dieser Episode erreichen die Helden, die Journalistik-Studenten Sandy und Trevor, endlich die <a title="Wikipedia: Georigia Guidestones" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Georgia_Guidestones">Georgia Guidestones</a>, die den thematischen Rahmen für diesen Web-Thriller liefern. Guidestones enthält interaktive Elemente, man muss als Zuschauer also schon etwas tun, um mit der Geschichte voran zu kommen. Die Vorgehensweise erinnert an die der IF, nur eben mit Videos statt Texten.</p>
<p>Bei Guidestones werden dem Zuschauer Verweise auf die jeweiligen Episoden per Mail zugeschickt. Manche Episoden enthalten dann Rätsel, die der Zuschauer dann extern lösen muss. Dabei kann es sich um das Dekodieren von QR-Codes handeln, oder das Auffinden von versteckten Verweisen in Webseiten. Eine große Rolle spielt aber auch die Nutzung von GEO-Daten, anhand von Koordinaten müssen Orte in Google Maps gefunden werden.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/N4N-6LDewSY" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><span id="more-907"></span></p>
<p>Letzteres ist ganz interessant, wenn man sich vor Augen führt, dass klassischerweise die Umgebungen für Filmhandlungen in Studios oder an günstig gelegenen Orten gedreht werden, nicht so sehr an Originalschauplätzen. In europäischen Western war ja z.B. die spanische Sierra Nevada ein beliebter Ersatz für amerikanische Wüstenweiten.</p>
<p>Um auf Episode 12 zurück zu kommen: da treffen die Helden am Schauplatz ein, der vorher per Koordinaten ermittelt wurden. Natürlich habe ich mir bei Gelegenheit den Ort auf den Satelitenbildern von Google Maps genauer angesehen. Das Filmteam kann mir also jetzt nicht mehr eine beliebige Studiolandschaft vorsetzen. Deren Wahlfreiheit bei der Ausgestaltung des Films wird durch die Nutzung der GEO-Daten also etwas eingeschränkt. Die fiktionale Handlung muss irgendwie am realen Ort (oder wenigstens einer guten Fälschung) untergebracht werden.</p>
<p>Natürlich ist diese Einschränkung derzeit noch nicht allzu eng gefasst. Schließlich guckte ich im Jahre 2012 anhand einer Satelitenaufnahme von 2009 auf den Handlungsort. Da kann sich zwischenzeitlich doch schon mal was geändert haben. Wenn aber in Zukunft noch mehr Sensordaten aus der Realität in die Handlung eingebaut würden (gar live!), dann wäre auch der Spielraum für Abweichungen vom tatsächlichen Handlungsort enger. Jules Vernes <em>In 80 Tagen um die Welt</em> im Studio abdrehen, nö?</p>
<p>Die umgekehrte Methode wäre natürlich, die vorhandenen Karten so abzuändern (<a title="Google Maps JavaScript API V3 – Overlays" href="https://developers.google.com/maps/documentation/javascript/overlays?hl=de">Overlays</a>, <a title="Google Maps JavaScript API V3 – Layers" href="https://developers.google.com/maps/documentation/javascript/layers?hl=de">Layers</a>), dass die real vorhandenen Orte und Landschaften in einen neuen, fiktionalen Zusammenhang gebracht werden. Das, was laut <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Halting_State">Halting State</a> die Zukunft der Rollenspiele ist. Klingt auch interessant.</p>
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		<item>
		<title>Den Garaus machen &#8230; wie bitte?</title>
		<link>http://textmulch.de/blog/2012/den-garaus-machen-wie-bitte</link>
		<comments>http://textmulch.de/blog/2012/den-garaus-machen-wie-bitte#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 12:40:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rv</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wort]]></category>
		<category><![CDATA[wörterbuch]]></category>
		<category><![CDATA[wortschatz]]></category>

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		<description><![CDATA[<p></p><p>Heute bin ich über diese Redewendung gestolpert. Ich schrieb so vor mich, wollte betonen, dass eine Änderung im Ansatz eine tradierte Vorgehensweise nicht ausschließen würde, und erwischte mich dabei, wie ich &#8220;soll mit diesem Ansatz auf keinen Fall der Garaus gemacht werden&#8221; tippte. Das ging ganz flüssig. Aber als die Formulierung so dastand kam sie mir merkwürdig vor. War das so richtig?</p>
<p>Die Rechtsschreib-Prüfung meckerte nicht, also standen die Chancen gut. &#8220;Gar aus&#8221; beanstandete sie aber auch nicht. Was heißt das eigentlich? <em>Fertig machen</em>, <em>umbringen</em>, <em>töten</em>, kommt mir so in den Sinn. Ich glaube aber nicht, dass ich die Formulierung häufiger nutze, jetzt wo sie mir so fremdartig vorkommt. Lesen tut man sie manchmal. Besser mal nachschauen!<br />
<span id="more-897"></span><br />
Duden verweist nüchtern auf <em>töten</em>. Das <a title="Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm" href="http://woerterbuchnetz.de/DWB/">Deutsche Wörterbuch</a> ist da schon unterhaltsamer, da gibt es zwei Lesarten:</p>
<blockquote><p>
<a title="&quot;Garaus&quot; bei Deutsches Wörterbuch" href="http://woerterbuchnetz.de/DWB/?bookref=4,1330,36">GARAUS</a>, m. n. völliges ende, untergang u. ä., &#8230;</p></blockquote>
<p>Die Ellipse steht für eine lange Folge von Nachweisstellen. Scheint schon immer populär gewesen zu sein, die Formulierung. Dann gibt es da aber auch noch einen Plural:</p>
<blockquote><p>
<a title="&quot;Garaus&quot; im Deutschen Wörterbuch" href="http://woerterbuchnetz.de/DWB/?bookref=4,1333,26">GARAUS</a>, pl. bei Fischart unter unheimlichen wesen: von wehrwölfen, pilosen, geiszmänlin, dusen, trutten, garausz und bitebawen (s. d.).Garg. 119b, garousz Sch. 214. es ist das frz. garou,jetzt loup-garou, Werwolf.</p></blockquote>
<p>Eigentlich schien mir die zweite Lesart plausibler, also <em>Garaus</em> im Sinne von <em>Grausen</em>. Butzemänner und Werwölfe sind doch sehr plastisch, jemandem <em>den Werwolf machen</em> auch. Da bliebe doch auch nicht viel übrig, oder? Lykaner vor.</p>
<p>Aber die wahre Herkunft der Redewendung hält sich nicht an mein, sicherlich durch zuviel Hollywood geprägtes, Skript. Die Lesart 1 des DWB wird von der <a title="&quot;Garuas&quot; in der Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Garaus">Wikipedia</a> aufgenommen, wo es völlig unplastisch heißt:</p>
<blockquote><p>
Der Ausdruck <strong>Garaus</strong> entstand aus dem Ruf <em>„gar aus!“</em> (vollständig aus!), der im 15. Jahrhundert in Süddeutschland die Polizeistunde ankündigte. Später erhielt der Begriff allgemein die Bedeutung <em>Ende</em>. Heute wird er nur noch in der Wendung <em>„jemandem/etwas den Garaus machen“</em> (jemanden töten oder vernichten, einer Sache ein Ende bereiten) verwendet.</p></blockquote>
<p>Nun gut, genug prokrastiniert.</p>
<div style="display:block"><small><em><br />&copy;2012 <a href="http://textmulch.de">Textmulch</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Heute bin ich über diese Redewendung gestolpert. Ich schrieb so vor mich, wollte betonen, dass eine Änderung im Ansatz eine tradierte Vorgehensweise nicht ausschließen würde, und erwischte mich dabei, wie ich &#8220;soll mit diesem Ansatz auf keinen Fall der Garaus gemacht werden&#8221; tippte. Das ging ganz flüssig. Aber als die Formulierung so dastand kam sie mir merkwürdig vor. War das so richtig?</p>
<p>Die Rechtsschreib-Prüfung meckerte nicht, also standen die Chancen gut. &#8220;Gar aus&#8221; beanstandete sie aber auch nicht. Was heißt das eigentlich? <em>Fertig machen</em>, <em>umbringen</em>, <em>töten</em>, kommt mir so in den Sinn. Ich glaube aber nicht, dass ich die Formulierung häufiger nutze, jetzt wo sie mir so fremdartig vorkommt. Lesen tut man sie manchmal. Besser mal nachschauen!<br />
<span id="more-897"></span><br />
Duden verweist nüchtern auf <em>töten</em>. Das <a title="Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm" href="http://woerterbuchnetz.de/DWB/">Deutsche Wörterbuch</a> ist da schon unterhaltsamer, da gibt es zwei Lesarten:</p>
<blockquote><p>
<a title="&quot;Garaus&quot; bei Deutsches Wörterbuch" href="http://woerterbuchnetz.de/DWB/?bookref=4,1330,36">GARAUS</a>, m. n. völliges ende, untergang u. ä., &#8230;</p></blockquote>
<p>Die Ellipse steht für eine lange Folge von Nachweisstellen. Scheint schon immer populär gewesen zu sein, die Formulierung. Dann gibt es da aber auch noch einen Plural:</p>
<blockquote><p>
<a title="&quot;Garaus&quot; im Deutschen Wörterbuch" href="http://woerterbuchnetz.de/DWB/?bookref=4,1333,26">GARAUS</a>, pl. bei Fischart unter unheimlichen wesen: von wehrwölfen, pilosen, geiszmänlin, dusen, trutten, garausz und bitebawen (s. d.).Garg. 119b, garousz Sch. 214. es ist das frz. garou,jetzt loup-garou, Werwolf.</p></blockquote>
<p>Eigentlich schien mir die zweite Lesart plausibler, also <em>Garaus</em> im Sinne von <em>Grausen</em>. Butzemänner und Werwölfe sind doch sehr plastisch, jemandem <em>den Werwolf machen</em> auch. Da bliebe doch auch nicht viel übrig, oder? Lykaner vor.</p>
<p>Aber die wahre Herkunft der Redewendung hält sich nicht an mein, sicherlich durch zuviel Hollywood geprägtes, Skript. Die Lesart 1 des DWB wird von der <a title="&quot;Garuas&quot; in der Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Garaus">Wikipedia</a> aufgenommen, wo es völlig unplastisch heißt:</p>
<blockquote><p>
Der Ausdruck <strong>Garaus</strong> entstand aus dem Ruf <em>„gar aus!“</em> (vollständig aus!), der im 15. Jahrhundert in Süddeutschland die Polizeistunde ankündigte. Später erhielt der Begriff allgemein die Bedeutung <em>Ende</em>. Heute wird er nur noch in der Wendung <em>„jemandem/etwas den Garaus machen“</em> (jemanden töten oder vernichten, einer Sache ein Ende bereiten) verwendet.</p></blockquote>
<p>Nun gut, genug prokrastiniert.</p>
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		<title>Elektrische Zeichen setzen</title>
		<link>http://textmulch.de/blog/2011/elektrische-zeichen-setzen</link>
		<comments>http://textmulch.de/blog/2011/elektrische-zeichen-setzen#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 02 Nov 2011 13:20:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rv</dc:creator>
				<category><![CDATA[Elektrisches]]></category>
		<category><![CDATA[arduino]]></category>
		<category><![CDATA[bareconductive]]></category>
		<category><![CDATA[design]]></category>
		<category><![CDATA[elektronik]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://textmulch.de/blog/2011/elektrische-zeichen-setzen" title="Permanent link to Elektrische Zeichen setzen"><img class="post_image alignnone" src="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2011/11/bc-paint-titel.png" width="541" height="312" alt="Post image for Elektrische Zeichen setzen" /></a>
</p><p>Malen und zeichnen auf Papier finde ich ja meist ganz entspannend, und oft auch einfacher als die elektronische Variante. Geht schneller und ist unmittelbarer, auch wenn ich als Zeichner eher weniger begabt bin. Was macht man dann aber nach Fertigstellung mit dem Papier? Einscannen wohl, und dann irgendwie weiter verarbeiten. Als Papierartefakt hat es heute keine große Funktion mehr, es sei denn man ist an sogenannten <em>Originalen</em> interessiert. (Die Probleme dieses Begriffs wurden zwar schon frühzeitig im letzten Jahrhundert erläutert, wie man am jüngsten Skandal des Kunsthandels aber sehen konnte, lassen sich immer noch genügend zahlungsbereite Menschen finden, die fest an die Aura des Originals &#8212; oder doch eher dessen Wertsteigerung? &#8212; glauben. Kleiner Abschweif, pardon.)</p>
<p>Also das Papierartefakt, das passive, um das soll es gehen. Im Zeitalter der schlauer werdenden Objekte ist das kein Zustand, der lange währen kann. Die britische Firma <a title="Bare Conductive Ltd." href="http://www.bareconductive.com/">Bare Conductive</a> bietet daher Farben an, mit denen Malereien aller Art etwas reaktiver gemacht werden können. Der Clou an den Farben ist, dass die Malerei gleichzeitig als Stromleiter dienen kann. Wir erzeugen also nicht nur ein Abbild, sondern können es auch zum Leben erwecken, wenn wir es möchten und Spannung anlegen. Derzeit gibt es eine normale Farbe und eine für die Haut. Die Auswahl der verfügbaren Farbtöne orientiert sich im Augenblick noch an dem seligen Henry Ford: es gibt nur Schwarz.</p>
<p><span id="more-888"></span></p>
<p>Um das mal zu testen, habe ich mir zwei Töpfchen der Farbe besorgt. Nur die normale Variante (<em>Bare Paint</em>), die hautverträgliche (<em>Bare Skin</em>) ist erst seit kurzem erhältlich. Zu den Farben gibt es derzeit kein Datenblatt, das sei in Arbeit. Man weiß also nicht, was alles drin ist. Allerdings soll die Farbe ungiftig und wasserlöslich sein, schließlich zielt man damit vor allem auf Bildungsinstitutionen. Nehmen wir die Farbe daher mal in Augenschein.</p>
<div id="attachment_891" class="wp-caption aligncenter" style="width: 300px">
	<a href="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2011/11/bare-conductive-paint.png"><img class="size-medium wp-image-891" title="bare-conductive-paint" src="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2011/11/bare-conductive-paint-300x225.png" alt="Bare Conductive Paint" width="300" height="225" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Bare Conductive Paint</p>
</div>
<p>Was man von Bare Conductive bekommt sind kleine Kunststoffpötte mit jeweils 50ml Inhalt. Die Farbe soll sich circa 6 Monate halten. Öffnet man das Pöttchen sieht man eine schwarze Masse, die ein wenig nach Teer aussieht, allerdings nicht so riecht, sie ist eher geruchlos. Ganz im Gegensatz zu Teer ist sie auch leicht mit Wasser abzuwaschen, wie ich gleich ausprobieren konnte.</p>
<div id="attachment_890" class="wp-caption alignleft" style="width: 138px">
	<a href="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2011/11/paint-arduino-versuchsaufbau.png"><img class="size-medium wp-image-890" title="paint-arduino-versuchsaufbau" src="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2011/11/paint-arduino-versuchsaufbau-138x300.png" alt="Farbe als Leiter zwischen Stromquelle und LED" width="138" height="300" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Farbe als Leiter zwischen Stromquelle und LED</p>
</div>
<p>Um die Farbe auszuprobieren habe ich eine kleine Versuchsanordnung aufgebaut, ähnlich einem der <a href="http://www.bareconductive.com/tutorials">Tutorials</a> auf der Webseite. Dort wird eine LED mit einer zwei AA-Batterien verwendet. Da gerade keine passenden Batterien zur Hand waren habe ich einen Arduino (Duemilanove) als Stromquelle genutzt. Die Anordnung besteht aus einem Blatt Papier auf das ich zwei ziemlich dicke Striche mit der Farbe gezogen habe. Wie dick der Farbauftrag wirklich sein muss, das muss ich erst noch herausfinden, hier habe ich wohl eher zuviel genommen, denn das Trocknen dauerte.</p>
<p>Nachdem die Farbe endlich getrocknet war, habe ich einfach die Spannungs-Pins des Arduino Duemilanove (GND und 3V3) per Drahtbrücke mit den Farbstrichen verbunden. Auf der anderen Seite führen ebenfalls Drahtbrücken zu einem kleinen Steckbrett mit der LED. Sobald Spannung angelegt wurde, leuchtete die LED. Funktioniert!</p>
<p>Die Verluste waren bei dieser kurzen Strecke (5cm Strichlänge) kaum messbar. Da muss ich noch etwas testen, um Grenzwerte zu finden. Bisher erscheint die Farbe aber als eine einfache Alternative zu herkömmlichen Schaltkreisen. Und man muss nicht bei Papier beiben. Solange die Farbe haftet kann man wohl alle möglichen Dinge damit versehen, und entweder Energie oder Information (Signale) übertragen.</p>
<div style="display:block"><small><em><br />&copy;2012 <a href="http://textmulch.de">Textmulch</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://textmulch.de/blog/2011/elektrische-zeichen-setzen" title="Permanent link to Elektrische Zeichen setzen"><img class="post_image alignnone" src="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2011/11/bc-paint-titel.png" width="541" height="312" alt="Post image for Elektrische Zeichen setzen" /></a>
</p><p>Malen und zeichnen auf Papier finde ich ja meist ganz entspannend, und oft auch einfacher als die elektronische Variante. Geht schneller und ist unmittelbarer, auch wenn ich als Zeichner eher weniger begabt bin. Was macht man dann aber nach Fertigstellung mit dem Papier? Einscannen wohl, und dann irgendwie weiter verarbeiten. Als Papierartefakt hat es heute keine große Funktion mehr, es sei denn man ist an sogenannten <em>Originalen</em> interessiert. (Die Probleme dieses Begriffs wurden zwar schon frühzeitig im letzten Jahrhundert erläutert, wie man am jüngsten Skandal des Kunsthandels aber sehen konnte, lassen sich immer noch genügend zahlungsbereite Menschen finden, die fest an die Aura des Originals &#8212; oder doch eher dessen Wertsteigerung? &#8212; glauben. Kleiner Abschweif, pardon.)</p>
<p>Also das Papierartefakt, das passive, um das soll es gehen. Im Zeitalter der schlauer werdenden Objekte ist das kein Zustand, der lange währen kann. Die britische Firma <a title="Bare Conductive Ltd." href="http://www.bareconductive.com/">Bare Conductive</a> bietet daher Farben an, mit denen Malereien aller Art etwas reaktiver gemacht werden können. Der Clou an den Farben ist, dass die Malerei gleichzeitig als Stromleiter dienen kann. Wir erzeugen also nicht nur ein Abbild, sondern können es auch zum Leben erwecken, wenn wir es möchten und Spannung anlegen. Derzeit gibt es eine normale Farbe und eine für die Haut. Die Auswahl der verfügbaren Farbtöne orientiert sich im Augenblick noch an dem seligen Henry Ford: es gibt nur Schwarz.</p>
<p><span id="more-888"></span></p>
<p>Um das mal zu testen, habe ich mir zwei Töpfchen der Farbe besorgt. Nur die normale Variante (<em>Bare Paint</em>), die hautverträgliche (<em>Bare Skin</em>) ist erst seit kurzem erhältlich. Zu den Farben gibt es derzeit kein Datenblatt, das sei in Arbeit. Man weiß also nicht, was alles drin ist. Allerdings soll die Farbe ungiftig und wasserlöslich sein, schließlich zielt man damit vor allem auf Bildungsinstitutionen. Nehmen wir die Farbe daher mal in Augenschein.</p>
<div id="attachment_891" class="wp-caption aligncenter" style="width: 300px">
	<a href="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2011/11/bare-conductive-paint.png"><img class="size-medium wp-image-891" title="bare-conductive-paint" src="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2011/11/bare-conductive-paint-300x225.png" alt="Bare Conductive Paint" width="300" height="225" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Bare Conductive Paint</p>
</div>
<p>Was man von Bare Conductive bekommt sind kleine Kunststoffpötte mit jeweils 50ml Inhalt. Die Farbe soll sich circa 6 Monate halten. Öffnet man das Pöttchen sieht man eine schwarze Masse, die ein wenig nach Teer aussieht, allerdings nicht so riecht, sie ist eher geruchlos. Ganz im Gegensatz zu Teer ist sie auch leicht mit Wasser abzuwaschen, wie ich gleich ausprobieren konnte.</p>
<div id="attachment_890" class="wp-caption alignleft" style="width: 138px">
	<a href="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2011/11/paint-arduino-versuchsaufbau.png"><img class="size-medium wp-image-890" title="paint-arduino-versuchsaufbau" src="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2011/11/paint-arduino-versuchsaufbau-138x300.png" alt="Farbe als Leiter zwischen Stromquelle und LED" width="138" height="300" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Farbe als Leiter zwischen Stromquelle und LED</p>
</div>
<p>Um die Farbe auszuprobieren habe ich eine kleine Versuchsanordnung aufgebaut, ähnlich einem der <a href="http://www.bareconductive.com/tutorials">Tutorials</a> auf der Webseite. Dort wird eine LED mit einer zwei AA-Batterien verwendet. Da gerade keine passenden Batterien zur Hand waren habe ich einen Arduino (Duemilanove) als Stromquelle genutzt. Die Anordnung besteht aus einem Blatt Papier auf das ich zwei ziemlich dicke Striche mit der Farbe gezogen habe. Wie dick der Farbauftrag wirklich sein muss, das muss ich erst noch herausfinden, hier habe ich wohl eher zuviel genommen, denn das Trocknen dauerte.</p>
<p>Nachdem die Farbe endlich getrocknet war, habe ich einfach die Spannungs-Pins des Arduino Duemilanove (GND und 3V3) per Drahtbrücke mit den Farbstrichen verbunden. Auf der anderen Seite führen ebenfalls Drahtbrücken zu einem kleinen Steckbrett mit der LED. Sobald Spannung angelegt wurde, leuchtete die LED. Funktioniert!</p>
<p>Die Verluste waren bei dieser kurzen Strecke (5cm Strichlänge) kaum messbar. Da muss ich noch etwas testen, um Grenzwerte zu finden. Bisher erscheint die Farbe aber als eine einfache Alternative zu herkömmlichen Schaltkreisen. Und man muss nicht bei Papier beiben. Solange die Farbe haftet kann man wohl alle möglichen Dinge damit versehen, und entweder Energie oder Information (Signale) übertragen.</p>
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		<title>Schreibfortschritt für Beta-Bücher</title>
		<link>http://textmulch.de/blog/2011/schreibfortschritt-fur-beta-bucher</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Oct 2011 10:09:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rv</dc:creator>
				<category><![CDATA[Markt]]></category>
		<category><![CDATA[betaversion]]></category>
		<category><![CDATA[buch]]></category>
		<category><![CDATA[motivation]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://textmulch.de/blog/2011/schreibfortschritt-fur-beta-bucher" title="Permanent link to Schreibfortschritt für Beta-Bücher"><img class="post_image aligncenter" src="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2011/10/wortverlauf2-e1319450671471.png" width="416" height="250" alt="Schreibfortschritt für Beta-Bücher" /></a>
</p><p>Schreibziele und -fortschritt sind nicht nur <a title="Schreibziele und Motivation" href="http://textmulch.de/blog/2011/schreibziele-und-motivation">für die Schreiberlinge ein Thema,</a> sondern im Zeitalter der Betaversionen für Bücher auch für deren Kunden, die Leser. Als technologisch aufgeschlossener Mensch habe ich einige dieser Betabücher gekauft, die im IT-Bereich besonders populär zu sein scheinen. Macht ja auch Sinn, denn die in solchen Titel abgehandelte Software ist ja vielfach auch noch im Beta-Stadium, oder dem gerade erst entwachsen.</p>
<div id="attachment_878" class="wp-caption alignleft" style="width: 238px">
	<img class="size-full wp-image-878 " title="pragprog-progress1a" src="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2011/10/pragprog-progress1a.png" alt="" width="238" height="505" />
	<p class="wp-caption-text">Pragmatic Programmers: Schreibfortschritt für Beta-Titel</p>
</div>
<p>Die Vorgehensweise beim Betabuch ist immer dieselbe. Man kauft den Titel, der zunächst nur aus einigen, wenigen Kapiteln besteht, erhält Einblick in das mehr oder weniger rohe Manuskript und wird periodisch vom Verlag über neue Fassungen auf dem Laufenden gehalten. Praktisch heißt das, dass man ab und zu eine Mail mit dem Download-Verweis bekommt, versetzt mit Hinweisen auf die mögliche, weitere Entwicklung.</p>
<p>Je nach Autor und Werk unterscheiden sich dabei die Perioden. Manchmal scheint hinter den Kulissen eine große Pause eingetreten zu sein, denn man hört eine Zeit lang nichts mehr von einem Titel, bis dann irgendwann eine Durchhalte-Mail vom Verlag kommt. Da man, bis auf etwaige Foren zum Buch, keinen Einblick in die Entwicklung hat, bleibt einem dann nur übrig aus der Distanz auf weitere Echos zu warten.</p>
<p>Die <a title="Beta-Titel &quot;Programming Clojure&quot; bei Pragmatic Programmers" href="http://pragprog.com/book/shcloj2/programming-clojure">Pragmatic Programmers</a> haben sich nun etwas überlegt, verschaffen dem Leser etwas mehr Einblick in die Entwicklung des Titels. Wie ich beim Blättern in deren Webseiten feststellte, gibt es da nun eine Fortschrittsanzeige pro Titel (&#8220;Track our progress&#8221; klicken). Die Entwicklung der Wortzahlen wird dort pro Woche und Kapitel visualisiert. Keine schlechte Idee, denn so weiß man als Leser eher, ob man demnächst mit einem Kapitel rechnen kann, das gerade interessant ist.</p>
<p>Auch für die noch Unentschlossenen mag diese Visualisierung ein Kaufanreiz sein. Normalerweise bekommt man nämlich nur zu sehen, ob dieses oder jenes Kapitel schon verfügbar ist. Bei der PragProg-Visualisierung kann man immerhin schon mal anhand der Wortzahlen abschätzen, ob sich die Investition in das Buch überhaupt oder zur Zeit lohnt.</p>
<div style="display:block"><small><em><br />&copy;2012 <a href="http://textmulch.de">Textmulch</a>. All Rights Reserved.</em></small></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://textmulch.de/blog/2011/schreibfortschritt-fur-beta-bucher" title="Permanent link to Schreibfortschritt für Beta-Bücher"><img class="post_image aligncenter" src="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2011/10/wortverlauf2-e1319450671471.png" width="416" height="250" alt="Schreibfortschritt für Beta-Bücher" /></a>
</p><p>Schreibziele und -fortschritt sind nicht nur <a title="Schreibziele und Motivation" href="http://textmulch.de/blog/2011/schreibziele-und-motivation">für die Schreiberlinge ein Thema,</a> sondern im Zeitalter der Betaversionen für Bücher auch für deren Kunden, die Leser. Als technologisch aufgeschlossener Mensch habe ich einige dieser Betabücher gekauft, die im IT-Bereich besonders populär zu sein scheinen. Macht ja auch Sinn, denn die in solchen Titel abgehandelte Software ist ja vielfach auch noch im Beta-Stadium, oder dem gerade erst entwachsen.</p>
<div id="attachment_878" class="wp-caption alignleft" style="width: 238px">
	<img class="size-full wp-image-878 " title="pragprog-progress1a" src="http://assets1.textmulch.de/wp-content/uploads/2011/10/pragprog-progress1a.png" alt="" width="238" height="505" />
	<p class="wp-caption-text">Pragmatic Programmers: Schreibfortschritt für Beta-Titel</p>
</div>
<p>Die Vorgehensweise beim Betabuch ist immer dieselbe. Man kauft den Titel, der zunächst nur aus einigen, wenigen Kapiteln besteht, erhält Einblick in das mehr oder weniger rohe Manuskript und wird periodisch vom Verlag über neue Fassungen auf dem Laufenden gehalten. Praktisch heißt das, dass man ab und zu eine Mail mit dem Download-Verweis bekommt, versetzt mit Hinweisen auf die mögliche, weitere Entwicklung.</p>
<p>Je nach Autor und Werk unterscheiden sich dabei die Perioden. Manchmal scheint hinter den Kulissen eine große Pause eingetreten zu sein, denn man hört eine Zeit lang nichts mehr von einem Titel, bis dann irgendwann eine Durchhalte-Mail vom Verlag kommt. Da man, bis auf etwaige Foren zum Buch, keinen Einblick in die Entwicklung hat, bleibt einem dann nur übrig aus der Distanz auf weitere Echos zu warten.</p>
<p>Die <a title="Beta-Titel &quot;Programming Clojure&quot; bei Pragmatic Programmers" href="http://pragprog.com/book/shcloj2/programming-clojure">Pragmatic Programmers</a> haben sich nun etwas überlegt, verschaffen dem Leser etwas mehr Einblick in die Entwicklung des Titels. Wie ich beim Blättern in deren Webseiten feststellte, gibt es da nun eine Fortschrittsanzeige pro Titel (&#8220;Track our progress&#8221; klicken). Die Entwicklung der Wortzahlen wird dort pro Woche und Kapitel visualisiert. Keine schlechte Idee, denn so weiß man als Leser eher, ob man demnächst mit einem Kapitel rechnen kann, das gerade interessant ist.</p>
<p>Auch für die noch Unentschlossenen mag diese Visualisierung ein Kaufanreiz sein. Normalerweise bekommt man nämlich nur zu sehen, ob dieses oder jenes Kapitel schon verfügbar ist. Bei der PragProg-Visualisierung kann man immerhin schon mal anhand der Wortzahlen abschätzen, ob sich die Investition in das Buch überhaupt oder zur Zeit lohnt.</p>
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