Lesestoff auf dem Raspberry Pi

Ich denke ein Beitrag über den Raspberry Pi war hier längst fällig. Informationen dazu, wie man die Calibre-Oberfläche BicBucStriim auf dem portablen Kleinstrechner installieren kann, gibt es schon eine Weile lang im dazugehörigen Wiki. Ich kam nur nicht dazu, diesen Umstand auch mal zu erläutern.

Standardmäßig erwartet BicBucStriim ja eine normale Apache/PHP-Umgebung um die eigene Calibre-Bibliothek per Web zugänglich zu machen. Das ist aber nur eine Konvention. Ich wollte es anderen Anwendern nur so leicht wie möglich machen,  die Anwendung auf einem NAS zu installieren und möglichst schnell loszulegen. Natürlich läuft BicBucStriim auch mit anderen Webservern auf anderen Plattformen.

Wenn man jetzt schon seine Bibliothek auf einem portablen Kleinrechner immer zur Verfügung hat, wie ist dann mit dem Rest des Lesestoffs? Die Google Reader-Krise gibt da zu denken. Aus eben diesem Anlass habe ich nach RSS-Alternativen gesucht. Eines der Fundstücke ist Tobias Zeisings Selfoss. Die PHP-Anwendung kann die Abonnements des Google Readers importieren, das versprach eine unaufwendige Migration.

Der Kleinstrechner Raspberry Pi im Größenvergleich

Der Kleinstrechner Raspberry Pi im Größenvergleich

Selfoss kann mit Sqlite- und MySQL-Datenbanken betrieben werden. Da mein RaspberryPi mit einer größeren SD-Karte läuft, stand ich MySQL etwas skeptisch gegenüber. Da außerdem Calibre/BicBucStriim auch mit Sqlite läuft, habe ich ebendies auch für die Selfoss-Installtion auf dem Raspberry Pi gewählt.

Die Installation der Anwendung neben BicBucStriim war unkompliziert, und in wenigen Minuten hatte ich nicht nur meine digitalen Bücher sondern auch die tägliche Ration aus RSS-Artikeln auf dem Raspberry. Fast der gesamte digitale Lesestoff auf einem portablen Gerät, immerhin! Wegen des SD-Kartenspeichers bricht diese Lösung sicher keine Geschwindigkeitsrekorde, aber dafür kann ich nun meine Leseumgebung überall hin mitnehmen, ohne auf externe Anbieter angewiesen zu sein.