Schreibfortschritt für Beta-Bücher

Schreibziele und -fortschritt sind nicht nur für die Schreiberlinge ein Thema, sondern im Zeitalter der Betaversionen für Bücher auch für deren Kunden, die Leser. Als technologisch aufgeschlossener Mensch habe ich einige dieser Betabücher gekauft, die im IT-Bereich besonders populär zu sein scheinen. Macht ja auch Sinn, denn die in solchen Titel abgehandelte Software ist ja vielfach auch noch im Beta-Stadium, oder dem gerade erst entwachsen.

Pragmatic Programmers: Schreibfortschritt für Beta-Titel

Die Vorgehensweise beim Betabuch ist immer dieselbe. Man kauft den Titel, der zunächst nur aus einigen, wenigen Kapiteln besteht, erhält Einblick in das mehr oder weniger rohe Manuskript und wird periodisch vom Verlag über neue Fassungen auf dem Laufenden gehalten. Praktisch heißt das, dass man ab und zu eine Mail mit dem Download-Verweis bekommt, versetzt mit Hinweisen auf die mögliche, weitere Entwicklung.

Je nach Autor und Werk unterscheiden sich dabei die Perioden. Manchmal scheint hinter den Kulissen eine große Pause eingetreten zu sein, denn man hört eine Zeit lang nichts mehr von einem Titel, bis dann irgendwann eine Durchhalte-Mail vom Verlag kommt. Da man, bis auf etwaige Foren zum Buch, keinen Einblick in die Entwicklung hat, bleibt einem dann nur übrig aus der Distanz auf weitere Echos zu warten.

Die Pragmatic Programmers haben sich nun etwas überlegt, verschaffen dem Leser etwas mehr Einblick in die Entwicklung des Titels. Wie ich beim Blättern in deren Webseiten feststellte, gibt es da nun eine Fortschrittsanzeige pro Titel („Track our progress“ klicken). Die Entwicklung der Wortzahlen wird dort pro Woche und Kapitel visu
alisiert. Keine schlechte Idee, denn so weiß man als Leser eher, ob man demnächst mit einem Kapitel rechnen kann, das gerade interessant ist.

Auch für die noch Unentschlossenen mag diese Visualisierung ein Kaufanreiz sein. Normalerweise bekommt man nämlich nur zu sehen, ob dieses oder jenes Kapitel schon verfügbar ist. Bei der PragProg-Visualisierung kann man immerhin schon mal anhand der Wortzahlen abschätzen, ob sich die Investition in das Buch überhaupt oder zur Zeit lohnt.