Es muss nicht immer Comic sein: das bebilderte Buch

Man merkt, dass wir nun auch mental im 21. Jahrhundert angelangt sind, denn das 19. gerät immer mehr in den Fokus. Nach Sherlock Holmes widmet sich Vook nun einem anderen Klassiker der Zeit, der Schatzinsel. Das eine Jahrhundert Abstand muss wohl immer sein, nicht nur aus lizenzrechtlichen Gründen.

Vooks  Treasure Island kombiniert Robert Louis Stevensons Text mit über 90 zeitgenössischen Illustrationen von N.C. Wyeth, George Roux und anderen. Diesmal also keine Videos, nur Texte und Bilder.

George Roux: Jim Hawkins und der Schatz der Schatzinsel, Wikipedia

Ein Touch Cyberspace kommt allerdings hinzu, denn gewisse Begriffe (wie z.B. Maat oder Bristol) wurden als Hypertext-Verweise mit Wikipedia und Wörterbüchern verknüpft. Hinzu kommt die Verknüpfung zum Buchkauf bei Amazon im redaktionellen Teil.

Was mich aber primär an dieser Ausgabe interessierte, war die Tatsache, dass nun Klassikerausgaben, die vorher als reine Texte verfügbar waren, stark mit Medien angereichert werden.  Eine kurze Suche ergibt, dass ein Druckausgabe der Schatzinsel so um die 220 Seiten zu haben scheint. Das Text-Bild-Verhältnis in der Vook-Ausgabe wäre also grob gerechnet 2 : 1 (Textseiten pro Illustration). So eifrig bebildert rückt diese Ausgabe an die schon besprochenen digitalen Comics heran, die wiederum ihr Heil in Animation und gesprochenen Dialogen suchen. Der erwartete Trend zur Medienintegration und -mischung manifestiert sich.

Vook, Ansichten aus dem Titel "Treasure Island"

Vook, Ansichten aus dem Titel „Treasure Island“

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