Heute bin ich über diese Redewendung gestolpert. Ich schrieb so vor mich, wollte betonen, dass eine Änderung im Ansatz eine tradierte Vorgehensweise nicht ausschließen würde, und erwischte mich dabei, wie ich “soll mit diesem Ansatz auf keinen Fall der Garaus gemacht werden” tippte. Das ging ganz flüssig. Aber als die Formulierung so dastand kam sie mir merkwürdig vor. War das so richtig?
Die Rechtsschreib-Prüfung meckerte nicht, also standen die Chancen gut. “Gar aus” beanstandete sie aber auch nicht. Was heißt das eigentlich? Fertig machen, umbringen, töten, kommt mir so in den Sinn. Ich glaube aber nicht, dass ich die Formulierung häufiger nutze, jetzt wo sie mir so fremdartig vorkommt. Lesen tut man sie manchmal. Besser mal nachschauen!
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Malen und zeichnen auf Papier finde ich ja meist ganz entspannend, und oft auch einfacher als die elektronische Variante. Geht schneller und ist unmittelbarer, auch wenn ich als Zeichner eher weniger begabt bin. Was macht man dann aber nach Fertigstellung mit dem Papier? Einscannen wohl, und dann irgendwie weiter verarbeiten. Als Papierartefakt hat es heute keine große Funktion mehr, es sei denn man ist an sogenannten Originalen interessiert. (Die Probleme dieses Begriffs wurden zwar schon frühzeitig im letzten Jahrhundert erläutert, wie man am jüngsten Skandal des Kunsthandels aber sehen konnte, lassen sich immer noch genügend zahlungsbereite Menschen finden, die fest an die Aura des Originals — oder doch eher dessen Wertsteigerung? — glauben. Kleiner Abschweif, pardon.)
Also das Papierartefakt, das passive, um das soll es gehen. Im Zeitalter der schlauer werdenden Objekte ist das kein Zustand, der lange währen kann. Die britische Firma Bare Conductive bietet daher Farben an, mit denen Malereien aller Art etwas reaktiver gemacht werden können. Der Clou an den Farben ist, dass die Malerei gleichzeitig als Stromleiter dienen kann. Wir erzeugen also nicht nur ein Abbild, sondern können es auch zum Leben erwecken, wenn wir es möchten und Spannung anlegen. Derzeit gibt es eine normale Farbe und eine für die Haut. Die Auswahl der verfügbaren Farbtöne orientiert sich im Augenblick noch an dem seligen Henry Ford: es gibt nur Schwarz.
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